Wie immer im November…

Die Zeit ist knapp. Die Arbeit überwältigt einen. Und dann wollen alle plötzlich noch Termine festlegen – für Firmenweihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche etc. Ich fühle mich gerade ein wenig, als ob ich die Kontrolle verliere. Ein schreckliches Gefühl. Zumindest für mich. Es gewinnt der Eindruck die Oberhand, dass ich gesteuert werde statt zu steuern. Das schafft mich gerade etwas. Räusper.

Am Wochenende führte es zu einer ausgedehnten – sehr ausgedehnten – HWR-und-Küchen-Räumungsaktion. Es wurde sortiert, geordnet und beschriftet was das Zeug hielt. Und ich bin noch längst nicht fertig, aber es ist ganz deutlich Land am Horizont zu erkennen. Immerhin zu Hause. Im Büro muss das auch noch irgendwie in den nächsten Wochen funktionieren. Dann bin ich wieder etwas entspannter.

Damit hier jetzt nicht ein falscher Eindruck aufkommt: Ich bin eher nicht der Typ, der nicht mal “alle Neune gerade sein lassen” kann. Aber wenn ich allzu oft alle Neune gerade sein lassen habe, werde ich irgendwann wahnsinnig. Egal. Eher ein persönliches Problem…

Aufgrund der Räumerei wurden allerhand Restposten verkocht. So kam der Teller oben zustande. Und noch einiges mehr in der letzten Woche. Und vorgestern gab es dann Muscheln, weil ich irgendwo – keine Ahnung mehr wo… Kontrollverlust eben… – etwas über Muscheln mit Safran und Senf gelesen hatte. Das klang so wahnsinnig gut. Das musste ich haben.

Und es war ein sehr lohnender Versuch. Ich erinnere mich mal schriftlich:

Miesmuscheln in Safran-Senf-Sauce

Gericht: Hauptgericht
Keyword: miesmuscheln
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

für die Muscheln:

  • 1 kg Miesmuscheln
  • 2 Schalotten
  • 1 Möhre
  • 2 Stangen Sellerie
  • 50 g Butter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 150 ml Weißwein
  • Salz
  • weißer Pfeffer

für die Sauce:

  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 150 g Sahne
  • 1 g Safranfäden
  • 1 TL Senf
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Blattpetersilie optional

Anleitung

  • Muscheln entbarten und gründlich reinigen. Schalotten und Möhre schälen und fein würfeln.
  • In einem Topf Butter auslassen. Schalotten-, Sellerie- und Möhrenwürfel darin anschwitzen. Lorbeerblatt und Weißwein hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz aufkochen lassen und Muscheln zugeben. Mit Deckel garen, bis sich die Muscheln öffnen. Sobald sich alle Muscheln geöffnet haben, Topf vom Herd nehmen.
  • Muscheln aus der Sauce nehmen und in einer Schüssel warm halten.
  • Schalotte und Knoblauch schälen, fein würfeln und in Butter anschwitzen. Mehl mit dem Schneebesen einrühren. Weißwein, Sahne und Muschelsud hinzufügen. Etwa auf die Hälfte einkochen.
  • Sauce durch ein Sieb passieren. Safran und Senf hinzufügen und weiter bei reduzierter Hitze bis zur gewünschten Konsistenz köcheln lassen.
  • Muscheln in die Sauce geben und servieren. Eventuell – falls gewünscht – mit Blattpetersilie bestreuen.

Am nächsten Tag gab es die Saucenreste – etwas gestreckt mit Weißwein und Sahne – zu Tagliatelle und confiertem Kabeljau. Immer noch ein Festessen. Zum Naan als Beilage an beiden Tagen kommen wir dann irgendwann diese Woche ausführlicher.

Wie gesagt ist es gerade etwas schwierig. Das neue Billy-Bragg-Album rettete die beiden letzten Bürotage mit jeweils mehr als zweistündiger Anfahrt wegen abartig vieler Baustellen und Staus vor und in Wiesbaden und dem Neustadtchaos in Mainz rund um die Boppstraße.

Dafür gab es in der Anfahrt zur Schiersteiner Brücke eben einen ganz fabelhaften Sonnenuntergang.

Uuund – der Tag endete – obwohl ich zu spät zum Kochen nach Hause kam – versöhnlich. Mein neuer Schreibtischstuhl für den Privatschreibtisch war eingetroffen. Ich liebe ihn. Und eine sehr schöne Überraschung aus Freiburg. Danke, Connie! Und in diesem Zusammenhang ganz dringend noch nach Berlin: Ich lebe noch, ich krieg’s nur gerade absolut nicht auf die Reihe…

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