Zu essen gibt’s hier gerade nix

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Das letzte warme Essen stammt vom Montag Abend. Dienstags war ich bereits zu schwach und der Gatte musste die Reste allein vertilgen. Habe ich bereits erwähnt, dass ich Zähne hasse?!

Es kam, wie es kommen musste: Nach den abartigen Prozeduren, denen ich mich am Montag unterziehen musste, hatte ich bereits am Dienstag den Eindruck, dass da was nicht stimmt. In der Nacht zum Mittwoch wachte ich dann mit Hamsterbacke auf. Toll…

Schmerzen und dann noch Scheiße aussehen – vielen Dank! Grrrr… Mittwoch stand ich dann außerplanmäßig wieder beim Zahnarzt vor der Tür. Worst case. Ein Backenzahn, der bereits vor etwa 15 Jahren wurzelbehandelt worden war, begehrte auf und musste raus.

Das war nicht gut. Das war sogar absolut nicht gut. Allein schon so Sachen wie „Das ist jetzt harmlos. Wir trennen die Wurzeln und ziehen sie einzeln“ machte mir derartige Angst, dass ich Hugo in Rekordzeit durchschwitzte. Aber wenn man da nun schon mal sitzt… Aus einer solchen Situation kommt man nur mit Gesichtsverlust oder gnadenloser Härte zu sich selbst wieder raus. Und Härte gegenüber Hugo natürlich.

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Zur Beruhigung eine von meinen Mandelblüten nach dem heutigen Regen. Zurück auf den Behandlungsstuhl. Ich blieb sitzen. Der Dreckszahn wurde herausgefriemelt. Restlos. Anschließend wurde – gefühlt – stundenlang curettiert. Und dann durfte ich innerlich gebrochen mit zerknautschtem Hugo in der schwitzigen Hand und einem Streifen Dingskram in der Schleimhaut zum Ablaufen der angestauten Sekrete die Flucht nach Hause antreten.

Eben war ich nochmal da. Das Streifendings wurde entfernt. Sieht alles ganz gut aus jetzt. Überflüssig zu erwähnen, dass ich natürlich die ganze Woche über brav täglich im Büro war. Heute schickten mich dann die Kolleginnen um die Mittagszeit nach Hause, weil sie meinen jämmerlichen Anblick nicht mehr ertragen konnten. Ich glaube, wenn ich nicht freiwillig gegangen wäre, hätten sie nicht gezögert, körperliche Gewalt anzuwenden.

Montag ist mein nächster Termin. Montag! Also erstmal drei Tage zahnarztloses Glück. Und im Kühlschrank liegt der erste Ingelheimer Spargel der Saison. Ich glaube, morgen isses soweit. Notfalls koche ich ihn babybreiartig ein und ziehe ihn durch den Strohhalm. Seit dem Risotto am Montag habe ich nämlich nur zwei Joghurts zu mir genommen. Gut. Abgesehen von Schmerztabletten und Antibiotikum. Aber die kann man ja nicht mal appetitlich anrichten.

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