Bücherstapel to go! – Vol. 2: Scotland, the Brave

In Schottland waren wir 2012. Ein langgehegter Traum wurde für mich Wirklichkeit. Schottland! Da wollte ich immer schon hin. Dass meine damals brandneue Kamera dort den Geist aufgab und wir beinahe unser viktorianisches Bed & Breakfast abgefackelt hätten (alle schmutzigen Details ganz unten in den Urlaubsberichten), tat der Begeisterung keinen Abbruch. Wir starteten in Edinburgh, nahmen die Cairngorms, die Isle of Skye und Glencoe mit. Wir schauten uns auf dem Rückweg noch Glasgow an. Und es war genauso, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Einfach herrlich!

Da ich zu diesem Zeitpunkt schon sehr, sehr lange davon geträumt hatte, nach Schottland zu reisen, gibt es auch ein, zwei nicht mehr ganz neue Bücher zu diesem Thema.

Fangen wir mal links an und arbeiten uns nach rechts durch:

DK Eyewitness Travel Scotland (2010, englische Ausgabe) * kleiner Fotoband Schottland (2001) * antiquarischer Polyglott-Reiseführer Schottland (6. Auflage von 1977/78 – ich schätze, die angegebenen Fähr- und Busverbindungen sind nicht ganz aktuell) * ein richtig dicker DuMont Kunst-Reiseführer Schottland – Geschichte & Literatur, Architektur & Landschaft (1980) * ein GAIA-Reiseführer Schottland (2010) * Reise-Handbuch Schottland von Barbara Rausch (1995) * aus dem gleichen Verlag ein weiteres Reisehandbuch Schottland (1999) von Wolfgang Macke * ein Merian Reiseführer Schottland (2009) mit Tourenkarten und Faltplan * ein Reise-Handbuch Schottland aus dem Conrad-Stein-Verlag (1996) * dann nochmal etwas richtig Altes: Schottland für Jedermann – 5000 km durch Schottland in Wort und Bild (1977 – mit Original-Kassenbon, wie ich eben feststellen durfte) * Scotland – A Very Peculiar History von Fiona Macdonald (2011, in englischer Sprache) – ein kleiner Abriss schottlischer Geschichte (Volume 1 – From ancient times to Robert the Bruce), O-Ton: „with NO added Haggis“ * GoVista Info Guide Schottland (2000) mit Karte * Maria Stuart von Margaret George (fiel mir eben beim Aufräumen auch noch in die Hände) * ein etwas zerlesenes Exemplar von Rob Roy von Sir Walter Scott in englischer Sprache

Hier nochmals Spielregeln und Kontaktformular:

Spielregeln:

  1. Ihr seht hier in den nächsten Tagen immer wieder regional oder thematisch zusammengestellte Bücherstapel, die ich gerne – gegen Übernahme der Versandkosten – verschenken möchte.
  2. Wer Interesse am jeweiligen Stapel hat, schenkt mir ein Rezept. Das Thema ist jeweils durch das Bücherstapelthema vorgegeben.
  3. Wer selbst ein Blog hat, möge bitte bis zum 15. August einen Artikel zum betreffenden Thema schreiben, den jeweiligen Artikel verlinken und mir zusätzlich den Link über das unten angefügte Kontaktformular zukommen lassen. Wer kein Blog hat, aber trotzdem mitmachen möchte, kann mir einfach – ebenfalls über das Kontaktformular – schreiben. Wir klären dann den Austausch des Rezepts und bestenfalls noch eines Fotos „bilateral“, weil das so gut klingt. Für Instagram bitte gegebenenfalls den Hashtag #bücherstapeltogo nutzen und mich (@vivelareduction) verlinken.
  4. Bei mehr als einem Interessenten pro Thema entscheidet das Los.
  5. Alle Rezepte gibt es dann gesammelt am 15. August in einem Abschlussposting.
  6. Ich würde mich wirklich wahnsinnig freuen, wenn ein paar Menschen mitmachen – und besser noch: Spaß daran haben würden =)

Wir hatten ja in unserem Schottland-Urlaub vergeblich versucht, bei Sheila McConachie und Graham Harvey essen zu gehen – nur um später festzustellen, dass sie sich derweil in Gütersloh niedergelassen hatten. Dort kamen wir dann doch noch zu unserem whiskyhaltigen Essen – inklusive Kochkurs! Worauf ich hinaus will: Meine schottischen Lieblingsrezepte stammen allesamt von ihnen. Hier meine All Time Favourites:

Red Onion Marmalade

Gericht: Einmachglas
Autor: Sheila McConachie & Graham Harvey

Zutaten

  • 1 kg rote Zwiebeln
  • 40 ml Olivenoel
  • 225 g brauner Zucker
  • 225 ml dunkler Balsamico
  • 225 ml Rotwein
  • 30 g Rosinen (optional – ich habe sie weggelassen)
  • 50 ml Aberlour a’bunadh cask strength Malt Whisky

Anleitung

  • Zwiebeln längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Bei nicht zu starker Hitze in Olivenoel anbraten, bis sie weich und glasig sind. Alle übrigen Zutaten zugeben und zum Kochen bringen. Mit der Hitze wieder heruntergehen und weiterköcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast komplett einreduziert ist. In sterilisierte Gläser abfüllen.
  • In einem luftdichten Behälter hält sich die Marmelade im Kühlschrank mehrere Wochen. In heiße, sterilisierte Gläser verpackt deutlich länger.

Sticky Toffee Pudding

Gericht: Dessertteller
Keyword: dessert
Autor: MrsFlax

Zutaten

... für den Pudding:

  • 300 ml Wasser
  • 200 g getrocknete und entsteinte Datteln (vorzugsweise die dicken, köstlichen Medjoul)
  • 1 gestrichener Teelöffel Natron
  • 85 g Butter
  • 175 g Puderzucker
  • 2 Eier
  • 175 g self raising flour

... für die Sticky Sauce:

  • 200 ml Sahne
  • 150 g Butter
  • 150 g Muscovado Zucker
  • 2 TL Aberlour a’bunadh

Anleitung

  • Datteln entkernen und fein hacken.
  • Gehackte Datteln und Wasser in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Etwa zehn Minuten köcheln lassen, damit die Früchte aufweichen. Immer mal umrühren. Dann das Natron in den Topf geben und einrühren. Hitze reduzieren und noch ein bißchen weiterköcheln lassen. Gelegentlich umrühren.
  • Schließlich die Masse in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Abkühlen lassen.
  • Für den Teig Butter und Puderzucker schaumig aufschlagen, nach und nach Eier und Mehl zugeben und kräftig weiterschlagen. Schließlich die Dattelmasse unterheben.
  • Den Teig in eine gefettete Form oder mehrere kleine Souffleeförmchen geben – sie sollten jeweils etwa zu zwei Dritteln gefüllt sein – und bei 160°C (Umluft) 40 bzw. 30 Minuten abbacken.
  • Jetzt geht es an die Toffeesoße: Muscovado, Butter und Sahne in einen Topf geben und bei kleiner Hitze simmern lassen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Weiterköcheln, bis die Soße einen Zustand erreicht hat, der in englischen Rezepten stets „lovely toffee colour“ genannt wird. Zuletzt – kurz vor dem Anrichten – den Whisky einrühren.
  • Pudding nach dem Ende der Backzeit vorsichtig aus den Förmchen nehmen (oder aus der großen Form und dann in Stücke schneiden), jeweils einen noch warmen Pudding mit der Soße übergießen und mit einer Kugel Vanilleeis anrichten. Sofort servieren.
  • Der Sticky Toffee Pudding lässt sich hervorragend vorbereiten und kann dann kurz aufgewärmt werden. Auch Einfrieren funktioniert bestens.

The DramBrûlée

Gericht: Dessertteller
Keyword: dessert
Autor: "Whisky Kitchen"

Zutaten

  • 6 Eigelb
  • 50 g Puderzucker
  • 200 ml Crème double
  • 150 ml Milch (ich nahm einfach 350 ml Sahne anstatt der Crème double und der Milch)
  • 50 ml Drambuie
  • 6 TL brauner Zucker (für die Kruste)

Anleitung

  • Eigelb und Puderzucker schaumig aufschlagen, Sahne (oder Crème double und Milch) und Drambuie einrühren und für ein bis zwei Stunden ruhen lassen, damit der Whisky ordentlich durchziehen kann.
  • Masse in hitzebeständige Glasförmchen geben und für 75 Minuten in einem Wasserbad erhitzen.
  • Tipp an dieser Stelle: Fettpfanne fürs Wasserbad benutzen, Förmchen hineingeben und mit kochendem Wasser bis zur Hälfte der Förmchenhöhe aufgießen.
  • Im Wasserbad belassen, bis die Masse gestockt, aber in der Mitte noch etwas wabbelig ist. Bis zu dieser Stelle kann man das Ganze auch perfekt vorbereiten, für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen und für Gäste in letzter Minute dann nur noch entweder mit einem Brenner oder im Grill auf höchster Stufe brûlieren.
  • Ansonsten gleich aus dem Wasserbad mit einer Zuckerschicht bestäuben und brûlieren. Vorsicht! Zucker keinesfalls verbrennen.

Wer das Buch der beiden – „The Whisky Kitchen“ – noch irgendwo bekommt: Gnadenlos zuschlagen! Und wer immer noch nicht genug vom herrlichen Schottland hat, für den gibt es hier nochmal die Links zu unserem Urlaubsbericht.

Schottland 2012

„The Cairngorms: Teil 1“

& „Teil 2“

„Isle of Skye: Teil 1“

& „Teil 2“

„Glencoe“

„Arrochar, Glasgow & Edinburgh“

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