Einmal Kehrtwende!

Seit gestern bin ich wieder mitten drin in der Weihnachtsbäckerei. Und diesmal ist es sogar nach zwei Tagen noch ein wenig herrlich. Acht Dosen sind inzwischen gefüllt. Mit acht verschiedenen Sorten Plätzchen. Das ist natürlich noch nicht das Ende der Fahnenstange. Ich komme gerade gut in Fahrt!

Und eigentlich sollte ich jetzt auch besser den verklebten Küchenboden entzuckern und entfetten, aber das Gewissen drückt mich. Ich hatte ja versprochen, das Ottolenghi-Spekulatius-Rezept noch zu verbloggen. Und wenn nicht jetzt – wann dann?! Nach Weihnachten interessiert es auch keinen mehr. This one’s for you, Nessa und Evchen!

Gewürzspekulatius

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen
Calories:
Author: Yotam Ottolenghi & HelenGoh, "Sweet"

Zutaten

für die Gewürzmischung:

  • 1 EL Zimt gemahlen
  • 1 TL Anis gemahlen
  • 3/4 TL weißer Pfeffer gemahlen
  • 3/4 TL Ingwer getrocknet, gemahlen
  • 1/2 TL Koriander gemahlen
  • 1 TL Kardamom gemahlen
  • 1/4 TL Muskatnuss frisch gerieben
  • 1/4 TL Nelken gemahlen

für den Teig:

  • 450 g Mehl
  • 1 EL Backpulver
  • Gewürzmischung von oben
  • 1/2 TL Salz
  • 250 g Butter weich
  • 330 g dunkler Rohrzucker hier: 300 g Demerara
  • 50 ml Rum

weiterhin:

  • 1 Eiweiß zum Bestreichen
  • Mandelblättchen

Anleitung

  • Gewürze in einer Pfanne ohne Fett ganz leicht anrösten bis es einfach traumhaft riecht.
  • Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Gewürzmischung und Salz zugeben und alles verrühren.
  • Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Rum gründlich unterrühren. Trockene Zutaten unterrühren.
  • Teig in zwei Portionen teilen, zu Rollen formen und in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank - oder auf die Terrasse 😉 - legen. Besser über Nacht.
  • Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Bei mir waren es drei.
  • Von den Teigrollen fünf Millimeter dünne Scheiben herunterschneiden und auf die Bleche geben. Jedes Plätzchen mit Einweiß bepinseln und mit Mandelblättchen belegen.
  • Zwölf Minuten abbacken, bis die Spekulatius goldbraun sind. Vorsicht! Der Wechsel von "goldbraun" zu "Shiiiit! Zu dunkel" kann sehr plötzlich und überraschend kommen. Ich weiß, wovon ich rede.
  • Nach dem Auskühlen zwischen Backpapier in einer Blechdose lagern. Wobei ich ehrlich gesagt nicht glaube, dass da sehr lange was "lagert".

 

Ich stehe ja nun Speckekulatius eher kritisch gegenüber. Für den Gatten ist er DAS Highlight der Advents- und Weihnachtszeit. Diesmal wird er allerdings Konurrenz an der Keksdose haben. Die Dinger überzeugen selbst Menschen, die normalerweise sagen „Ooooch… Laaangweiliiiiig…“ – um sich dann mit einem Schokowürfel in der linken und einem Nusseckchen in der rechten Hand interessanteren Dingen zu widmen.

Wie gesagt: Dieser Versuch hat sich gelohnt. Nachbacken!