Hat ja nur zehn Jahre gedauert…

Schätzungsweise. Also zehn sind es definitiv. Ich habe im eigenen Blog recherchiert. Heute wurde der Traum vom perfekten Chocolate Cookie wahr. Jedes Jahr habe ich es wieder probiert. Immer mit anderen Rezepten. Ein paar mal war ich nahe dran, oft lag ich völlig daneben. Aber heute – heute! – habe ich sie aus dem Ofen gezogen. Und sie sind genauso, wie ich sie mir immer vorgestellt habe.

Innen feucht, außen knusprig. Sogar die Optik stimmt. Genau diese Crinkle wollte ich! Das Rezept stammt von einer Schwedin, die gottlob in Englisch bloggt: callmecupcake.se. Das Rezept stammt vom 13. November diesen Jahres. Also kam auch noch perfektes Timing hinzu. Ich habe die Dinger nahezu unverändert nachgebacken. Beim nächsten Mal werde ich sie etwas kleiner machen. Obwohl ich schon mehr hatte als im Rezept angegeben, sind das eher Zwei-Personen-Cookies.

Salted Chocolate Brownie Cookies

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen

Zutaten

  • 250 g dunkle Schokolade hier: 70% Kakaoanteil
  • 50 g Butter
  • 60 g Weizenmehl
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • grobes Meersalz zum Bestreuen

Anleitung

  • 200 Gramm der Schokolade mit der Butter schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Restliche 50 Gramm Schokolade grob hacken.
  • Mehl, Backpulver und Salz mischen und bereit stellen.
  • Eier und Zucker cremig aufschlagen. Schokolade unterrühren. Mehl unterrühren. Zuletzt die gehackten Schokostückchen unterheben.
  • Schüssel abdecken und kalt stellen, bis die Masse so fest ist, dass man sie mit zwei Löffeln abstechen kann. Hier: Zwanzig Minuten auf der Terrasse.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Plätzchenmasse ausstechen und mit reichlich Abstand Häufchen auf die Bleche geben. Mit Merersalz beprenkeln. Die Plätzchen gehen beim Backen ordentlich auf und werden größer als sie zuerst wirken. Kleinere Teigmengen - also aus dem Rezept etwa 30 Plätzchen - scheinen mir optimal. Das verringert die Backzeit etwas.
  • Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bleche nacheinander abbacken. Bei den ca. zwanzig Stück aus dem Originalrezept passen die 9-11 Minuten. Für kleinere Plätzchen nach unten korrigieren.

Prinzipiell sind das keine Weihnachtsplätzchen. Die kann man andauernd essen. Vermutlich sogar zum Frühstück. Nicht, dass das empfehlenswert wäre. Ich will’s nur sagen. Man KÖNNTE es.

Die zweite Neuentdeckung des Tages sind norwegische Plätzchen. Brune Pinner heißen sie. Ich habe sie letzthin auf Instagram (?) gesehen und seitdem im Hinterkopf gehabt. Das Rezept stammt von mahtava.de. Was soll ich sagen?! Auch ein voller Erfolg. Vor allem auch ein Rezept, das den Gatten erfreut.

Jeder kennt doch diese Karamellkekse, die man immer zum Kaffe dazu bekommt, oder? In Folie eingeschweißt. Ich stehe auf die. Der Gatte auch. Die Brune Pinner schmecken exakt so. Nur besser!

Brune Pinner

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen
Autor: Mahtava!

Zutaten

  • 200 g Butter weich
  • 100 g Zucker
  • 100 g brauner Zucker hier: Demerara - ich werde sie aber nch mit Muscovado testen
  • 1 EL dunkler skandinavischer Sirup hier: ich hätte passen müssen, wenn ich nicht noch Black Treacle im Bestand gehabt hätte. Ersatzweise: Grafschafter Goldsaft
  • 1 Eigelb
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Vanillezucker hier: etwas Vanillemark
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Ei hier: Eigelb, weil übrig
  • Mandelblättchen

Anleitung

  • Ofen auf 180°C Ober-/Untertze vorheizen. Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Sirup und Eigel unterschlagen.
  • Mehl, Backpulver, Vanille und Zimt mischen und nach und nach unterkneten.
  • Teigmenge sechsteln und zu Rollen formen. Jeweils drei Rollen nebeneinander auf ein Backblech legen - den kurzen Weg. Nicht zu end legen. Der Teig läuft beim Backen etwas auseinander.
  • Teigrollen flach drücken, mit Ei bepinseln und mit Mandelblättchen bestreuen.
  • Bleche nacheinander im vorgeheizten Ofen etwa zehn Minuten abbacken.
  • Die Plätzchen sind sehr weich, wenn sie aus dem Ofen kommen. Nicht beeindrucken lassen und stoisch mit einem Messer in Stücke schneiden. Auskühlen lassen und zwische Backpapier in Blechdosen lagern.

Wovon die Eigelbe übrig waren?! Des Gatten maltesische und italienische Lieblingsplätzchen verlangen ausschließlich nach Eiweiß. Die Biskuttini tal-Lewż hatten wir ja gestern – und alle Jahre wieder… – schon. Die Ossa da mordere sind auch nichts wirklich Neues. Aber sie sind immer ein Volltreffer. Und einfacher geht’s eigentlich nicht.

Sie stehen und fallen halt mit der Qualität der Zutaten. Eiweiß von glücklichen Eiern von glücklichen Hühnern, guter Kakao, geröstete und feinste piemontesische Haselnüsse. Dann kann da nichts schief gehen. Sie brauchen halt einen halben Tag Vorlauf zum Trocknen. Und man darf sich bei der initialen Herstellung nicht wundern, sondern muss stur weitermachen. Dann passt das.

Uuund: Ich sehe ein Herzchen aus Haselnuss! Ich glaube, unsere Zuneigung wird vom Plätzchen erwidert.

So. Eigentlich wollte ich noch…, aber ich brauche jetzt das, was auf dem Herd im Schmortopf schmurgelt. Ein Sakrileg vermutlich. RIND Vindaloo. Davon darf nie ein Inder erfahren! Aber auf sowas kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Ich brauche würzig, ich brauche scharf, ich brauche Fleisch. Um die restlichen Plätzchen kümmere ich mich morgen.

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