Last Night of the Cookies

So! Gestern Abend wurde die Backorgie beendet. Ich bin offiziell “durch” – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne. Am Ende zählte ich achtzehn Sorten. Später auf dem Sofa fiel mir auf, dass ich die Nusseckchen vergessen hatte. Sorry, Nusseckchen!

Zeit für ein Fazit: Nachdem ich im letzten Jahr berufsbedingt nur das ein oder andere Plätzchen in einigen Nacht-und-Nebel-Aktionen hergestellt hatte, war das in diesem Jahr wahrhaft triumphal. Und das Beste daran: Alles befindet sich in Dosen – und ich habe noch drei Tage plus das Wochenende frei! Besser kann es nicht laufen.

Guuut… Die Küche… Aber das erledige ich sofort nach dem Posten der letzten Rezepte. Ehrlich! Bringen wir das hier also auch mal hinter uns.

Und da die Letzten die Ersten sein werden: Hier erstmal das Rezept meiner Mutter für die Nussecken.

Und nun zum Überblick über die Großproduktion 2020. Ich habe die Plätzchen hier extra beschriftet. Die Rezepte folgen dann unten:

Beginnen wir oben links und arbeiten uns nach unten rechts durch.

Schottisches Sandgebäck kommt bereits seit einigen Jahren auf den Tisch und erfreut sich hier großer Beliebtheit. Es ist mehr oder weniger der simple Ersatz für den Heidesand, der mir bei meiner Schwester am besten schmeckt.

Die Gewürzspekulatius nach Ottolenghi hatten in diesem Jahr Premiere – und ein eigenes Blogpost.

Schokonüsse sind mein allerliebstes Lieblingsrezept aus der Kindheit. Und der Teig erst…

Die Schoko-Kirsch-Plätzchen waren mal ein Versuch, der dann aber bei meiner Lieblingskollegin derart gut ankam, dass ich sie jetzt alljährlich ausschließlich für sie backe und fast komplett verschenke. Suchtgefahr – je nach Geschmack.

Auf mehrfahen Wunsch eines einzelnen Herren: Max’ Peanutbutter-Fudge mit Salztopping aka “Snickers-Mopeds”.

Ossa da mordere – ein Favorit des Gatten. Und ich stehe auch drauf. Ein Plätzchen, das von der Qualität der (wenigen) Zutaten lebt. Vor allem bei den Haselnüssen sollten keine Kompromisse gemacht werden.

Etwas Nordisches musste es sein. Die Brune Pinner sind ein norwegisches Rezept – und ein Newcomer-Volltreffer. Definitiv wieder!

Wie früher die “Chokini” bei Maria und Greta schmecken die Schoko-Orangen-Plätzchen, die man auch noch mit einer Ecke durch flüssige Schokolade ziehen kann. KANN – man muss es natürlich nicht. Diesmal gab es sie kuvertürefrei.

Biskuttini tal-Lewż – DAS Top-Plätzchen des Gatten. Ganzjährig beliebt. Auf Gozo bei Grech’s Bakery probiert, seitdem gesetzt. Immer wieder. Mandelmakronen vom Feinsten.

Die Schoko-Engels-Augen waren eine Premiere in diesem Jahr. Das Kind wollte erst Ochsenaugen, aber ich scheute das Gemetzel vom letztenmal. Da es nun Marmelade sein sollte, entschied ich mich, ein Glas meiner schwarzen Johannisbeeren zu opfern. Es hat sich gelohnt. Hier das Rezept:

Schoko-Engelsaugen

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen

Zutaten

für den Teig:

  • 250 g Butter warm
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 50 g Puderzucker
  • 20 g Kakao
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 300 g Weizenmehl
  • 75 g Speisestärke
  • 1 Schuss Cognac oder ersatzweise Rum, Kirschwasser o.ä.

für die Füllung:

  • Schwarze Johannisbeermarmelade

Anleitung

  • Bitter mit der Vanille, dem Puderzucker, dem Kakao und dem Zucker schaumig aufschlagen. Anschließend Ei und Cognac zugeben und nochmals kräftig schlagen.
  • Mehl und Stärke mischen. Vom Schneebesen zum Knethaken wechseln und die Mehlmischung löffelweise unterkneten. Teig zu einer Kugel formen und für etwa eine Stunde kühl stellen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Aus dem Teig knapp walnussgroße Kugeln formen, aufs Blech legen, etwas flach drücken und schließlich mit dem Ende eines großen Kochlöffels eine Mulde in jedes Plätzchen drücken.
  • Etwa zehn bis fünfzehn Minuten abbacken.
  • Marmelade mit einem Teelöffel in die Mulden füllen und nochmals kurz backen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen und dann in Dosen lagern.

Ebenfalls eine Premiere: Cookies mit Tahini und Erdnussbutter. Mit denen bin ich aber noch nicht ganz zufrieden. Für ein Rezept ist es noch zu früh.

Die Vanillekipferl sind ein immerwährender Standard. Die sind perfekt. Und es wird sie auch immer wieder geben (müssen).

Bernd Sieferts Thymiankekse mit Orangen-Trüffel-Füllung gibt es seit mehreren Jahren. Von den diesjährigen Plätzchen sind sie am arbeitsintensivsten – aber es lohnt sich.

Kourabiedes wollte ich seit unserem Kykladenurlaub backen. Da bekamen wir sie nämlich auf Andros von Maria als Begrüßungsgeschenk. Und wir waren begeistert. Viel Butter, viel Zucker, Mandeln – was kann da schief gehen?! Eben. Nix.

Kourabiedes

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen

Zutaten

für den Teig:

  • 225 g Butter weich
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Cognac oder Brandy oder Ouzo
  • 345 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 80 g geröstete Mandeln ohne Schale und gemahlen

fürs Finish:

  • Rosenwasser zum Besprenkeln
  • 500 g Puderzucker zum Wälzen

Anleitung

  • Butter cremig weiß aufschlagen. Nacheinander Puderzucker, Eigelb und Cognac unterrühren.
  • Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln mischen. Vom Schneebesen auf den Knethaken wechseln. Löffelweise unter den Teig kneten.
  • Der Teig ist an dieser Stelle recht klebrig. Im Kühlschrank etwas durchkühlen lassen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus dem gekühlten Teig Kugeln formen. Ich formte Würfel. Als Erinnerung an die Kourabiedes von Maria.
  • 20 bis 25 Minuten abbacken. Noch sehr weich aus dem Ofen ziehen und mit Rosenwasser besprenkeln. Etwas abkühlen lassen.
  • Eine Schüssel mit dem Puderzucker füllen und jedes Kourabie von allen Seiten noch lauwarm darin wälzen. Auf einen Teller setzen.
  • Plätzchen lagenweise aufschichten. Wenn eine Lage auf dem Teller komplett ist, Puderzucker darüber sieben. Weiter schichten bis man eine kleine Pyramide hat. Restlichen Puderzucker darüber sieben.

Ein Hammer auch außerhalb der Weihnachtszeit: die neu entdeckten Salted Chocolate Brownie Cookies. Zu denen habe ich vor zwei Tagen ja bereits genug gesagt.

Die Schokoladen-Pistazien-Kirsch-Cantuccini nach Bernd Siefert gingen diesmal nur mit Schokostückchen und Pistazien an den Start. Auch super!

Ein weiterer alljährlicher Klassiker: Schokowürfel. Damit macht man flott Meter in der Weihnachtsbäckerei. Und sie sind super. Weich, schokoladig, flauschig. Mmmmhhh…

Und noch ein letzter Newcomer: Biscotti al Limone. Für mich ein Kracher, für den Gatten eher nix. Man muss hat Zitronen mögen.

Biscotti al Limone

Gericht: Plätzchenteller
Keyword: plätzchen, weihnachtsplätzchen

Zutaten

für den Teig:

  • 280 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter weich
  • 1 Ei
  • 1 Bio-Zitrone davon Saft & Zesten

für das Finish:

  • 60 g Zucker
  • 90 g Puderzucker

Anleitung

  • Mehl und Backpulver mischen. Zusammen mit allen restlichen Teigzutaten zu einem herrlich griffigen Teig verkneten.
  • Teig zu einer Kugel formen und für mindestens eine halbe Stunde kalt stellen.
  • Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Aus dem Teig etwa walnussgroße Kugeln rollen, erst durch Zucker, dann Puderzucker wälzen und auf die Bleche setzen.
  • Zwölf bis vierzehn Minuten abbacken. Auf den Blechen vollständig auskühlen lassen und dann in luftdichten Dosen lagern.

Abschlussapplaus! Vorhang! Die Weihnachtsbäckerei ist hiermit offiziell beendet. Puh!

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.