Vom Wildern zwischen Brot und Rosen

Es geht in die nächste Runde von „Koch‘ mein Rezept!“ – dem großen Rezeptetausch von und mit volkermampft. Immer eine sehr spannende Sache im Vorfeld. Wen man wohl zugelost bekommt?! Als ich es dann wusste, blieb ich erstmal am Blognamen hängen. Und je länger man darüber nachdenkt, desto toller ist der Name: „Brot und Rosen“.

Ich muss nicht ausdrücklich erwähnen, dass dieses Blog für mich als Katholikin mit Zweitnamen Elisabeth natürlich wie gemacht ist. Passender geht’s praktisch nicht. Aber das ist nur ein Aspekt. Prinzipiell fiel mir dann auch gleich noch das hier ein:

Und auch der gleichnamige Ken-Loach-Film mit dem Untertitel „The balance of power is about to change“ ist eine ausgesprochen positive Assoziation (Wikipedia: Bread and Roses). Und ich glaube, auch mit der kann Petra – die Autorin des Blogs – leben.

Ich habe Petra über ihr Blog inzwischen ganz gut kennen gelernt. Glaube ich zumindest. Denn ich habe es in den letzten Tagen komplett gelesen. Es ist keins von diesen nichtssagenden, top gestylten, „Hallo ihr Süßen!“-Schickimicki-Blogs. Nein. Es ist das Blog einer überaus sympathischen Frau, die zudem – das gefällt mir an ihr fast am besten – sehr experimentierfreudig beim Kochen und weltoffen im Leben ist. Sie bloggt seit dem 6. Oktober 2005, also seit immerhin sechzehn Jahren. Respekt!

Ein Brot habe ich von ihr nachgebacken. Rosen gibt es in meinem Garten keine. Dafür Pfingstrosen. Immerhin. Und auch ansonsten scheinen in ihrem und meinem Garten nahezu die gleichen Pflanzen zu stehen. Passt! Was wir auch beide im Garten haben, ist Bärlauch. Und damit bin ich dann auch gestartet. Petras Bärlauchspätzle waren einfach zu verlockend.

Und es sollte ja auch etwas der Jahreszeit angemessen Frühlingshaftes sein. Zudem konnte ein wenig Arbeit an meinen Spätzleskills nicht schaden. Und ich muss sagen: Mit etwas Übung wird das von Mal zu Mal besser.

Bärlauchspätzle mit asiatisch marinierten Shiitake-Spießen

Gericht: Pastateller, Vegetariernapf
Keyword: bärlauch, pilze, spätzle
Portionen: 2 Portionen
Autor: MrsFlax

Zutaten

für die Bärlauchspätzle:

  • 1 Bund Bärlauch
  • 150 g Spätzlemehl
  • 2 Eier
  • Wasser bis zur gewünschten Konsistenz
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stich Butter zum Anbraten

für die Shiitake-Spieße:

  • 300-400 g Shiitake ersatzweise: Austernpilze
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 100 ml dunkle Sojasauce
  • 50 ml Honig
  • 2 EL Reisessig
  • 1 Limette davon der Saft
  • 40 g Muscovado ersatzweise: ein anderer brauner Rohrzucker
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 EL Habanerosauce ersatzweise: jede andere scharfe Chilisauce
  • 40 ml Wasser
  • 1 EL Speisestärke
  • etwas Sesam zum Bestreuen

Anleitung

Zuerst einmal der Spätzleteig

  • Bärlauch grob in Streifen schneiden und mit den Eiern aufpürieren. Mehl in eine Schüssel geben und mit den Eiern verrühren.
  • Eine Prise Salz und etwas Wasser zugeben. Dabei beständig mit einem Holzlöffel verrühren – bis zur perfekten Teigkonsistenz.
  • Teig abdecken und mindestens eine halbe Stunde quellen lassen.

Weiter mit der Marinade für die Spieße

  • Sojasauce, Honig, Reisessig und Limettensaft mit dem Schneebesen verquirlen. Knoblauch und Ingewer hineinreiben. Chilisauce zugeben. Alles in einem kleinen Topf auf dem Herd zum Kochen bringen.
  • Währenddessen das Wasser mit der Speisestärke anrühren und die Sojasauce damit binden. Etwa zehn Minuten sanft köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Jetzt zu den Spießen

  • Pilze in Stücke und oder Streifen, Frühlingszwiebeln in mundgerechte Abschnitte schneiden. Abwechselnd auf die Spieße stecken.
  • Fertige Spieße anschließend in der Sojasauce rundum marinieren und bis zum Anbraten darin liegen lassen. Dieser Schritt kann im Prinzip auch am Vortag bereits erledigt werden. Die Spieße marinieren dann über nacht.

Endfertigung der Spätzle

  • Spätzleteig portionsweise über ein Brett in siedendes Salzwasser (ordentlich salzen!) schaben. Sobald die Spätzle oben "schwimmen" mit einem Schaumlöffel abschöpfen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben.
  • Wenn alle Spätzle bereit sind, abgießen und gut abtropfen lassen. Anschließend in einer Pfanne in etwas Butter schwenken, bis sie "Betriebstemperatur" haben.

Derweil die Shiitake-Spieße…

  • … in einer Grillpfanne rundum kräftig anbraten. Sie sind fertig, wenn sie Farbe genommen haben und die Frühlingszwiebelstücke gar, aber noch knackig sind.
  • Alles zusammen anrichten.

Und weil ich ja noch ein Brot wollte, habe ich mich für Petras griechische Pita entschieden. Ich schwankte lange zwischen der Pita und dem Fladenbrot. Das Fladenbrot wird aber mit Sicherheit auch demnächst noch ausprobiert. Und ebenso die Auberginen mit Rindfleisch aus dem Pita-Rezept.

Die kleinen Pita-Brote waren sehr nett und passen perfekt – auch von den Dimensionen her – zu einem Gulasch, einer Suppe oder eben den Auberginen mit Rind.

Kleine Pita-Brote

Gericht: Brotkörbchen
Land & Region: Mediterran
Keyword: brot

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 1 Tütchen Trockenhefe Original: 0,5 Würfel Frischhefe
  • 100 ml Wasser lauwarm
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl

Anleitung

  • Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröseln und mit der Hälfte des Wassers, dem Zucker und etwas Mehl verrühren und ca. 15 Minuten gehen lassen.
  • Den Hefevorteig mit Salz und Zucker vermengen und den Teig mit den Händen auf der Arbeitsfläche gut kneten (ca. 10 Minuten).
  • Wenn der Teig zu trocken ist, einfach mehr Wasser einarbeiten, bis er geschmeidig glänzt. Jetzt das Öl unterkneten und den Teig in vier Stücke teilen, zu Kugeln formen und jede kreuzweise einschneiden. Zugedeckt lässt man diese Kugeln etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen (bis sich ihr Umfang verdoppelt hat).
  • Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Jede Kugel nochmals gut durchgeknetet und zu einem etwa einen halben Zentimeter dicken Fladen ausrollen. Nebeneinander auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Im Ofen werden die Fladen ca. 4 bis 5 Minuten von jeder Seite gebacken. Sie sollten keine Farbe annehmen und weich bleiben. Nach dem Abkühlen werden die Fladen in Folie aufbewahrt, damit sie nicht hart und trocken werden.

Bei Petra bedanke ich mich für ihr umfangreiches Blog, auf dem ich zukünftig bestimmt immer mal wieder vorbeischauen werde. Wir teilen übrigens den gleichen Traum: einen Steinbackofen im Garten. Seit ich die Dinger auf Zypern vor jedem Haus gesehen habe, bin ich ein wenig besessen davon. Vielleicht kriegen wir ja irgendwann beide einen. Und vielleicht kommt auch eine Zeit, in der man einfach mal wieder nach Zypern kann, um sich fremde Steinbacköfen anzuschauen. Oder überhaupt mal wieder ans Meer.

Link zur „Koch‘ mein Rezept!“-Aktion und noch was zum Mitnehmen und Pinnen:

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

2 Kommentare

  1. WOW!
    Danke liebe Manuela für deinen umfangreichen und so liebevollen Beitrag zu mir und meinem Blog! Und natürlich auch zum nachgekochten Rezept!
    Interessante Kombi zu Bärlauchspätzlen.
    Tja ein Holzbackofen – meine Kollegin hat sich ihren Traum neulich erfüllt – aber ich habe immerhin meinen Elektro-Steinbackofen und möchte diesen auch mal ein eine kleine Kellerbackstube stellen. Derzeit steht er – weil dort der Starkstromanschluß ist – noch im Arbeitskeller meines Mannes.
    Hm wenn es auf Zypern so viele Holzbacköfen gibt, dann muss ich da glaube ich auch mal hin. Wobei sich Zypern sicher auch ohne Holzbacköfen lohnen wird.
    Und du hast all die viele Seiten meines Blogs echt alle gelesen??? Ich bin mehr als beeindruckt!
    Ganz liebe Grüße und schön, dich auf diese Weise kennenzulernen.
    Petra

    1. Hallo Petra,
      wollte längst geantwortet haben, aber irgendwie war ständig was anderes. Du kennst das sicher auch.
      Ich fand das auf Zypern echt beeindruckend, dass in edem Vorgarten so ein Ding stand. Sobald hier irgendwie wieder Ordnung im Garten herrscht, mache ich mich an die Planung. Zypern lohnt sich übrigens auch abseits von Gartenöfen 😀
      Und: Ja. Ich habe alles gelesen Ich bin halt gründlich, wenn ich mir eine Meinung bilden will. Schön war es auf deinem Blog =)
      Liebe Grüße
      Manuela

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