Pane Bistecca – allerdings ohne Brot und Steak

Was lange währt, wird endlich gut. Hat diesmal ein bisschen gedauert, aber ich habe auch diesen Beutezug erfolgreich durchgezogen. Es war nämlich wieder so weit. Ich wilderte erneut im „Koch‘ mein Rezept!“-Auftrag auf fremden Blogs. Volkers geniales Blogevent ist immer wieder eine reine Freude. So auch dieses Mal.

Hier die Links zu meinen bisherigen Besuchen. Ich fand’s überall schön und kann meine Tauschpartner nur weiterempfehlen. Etwas stöbern lohnt sich. Definitiv.

Überfall auf Evchens Küche

Mal wieder in fremden Töpfen gewildert

Vom Wildern zwischen Brot und Rosen

Kladdkaka – schon das Wort!

Von Essen und Urlaub

Liechten… was?! oder: Wildern in Kleinstaaten

Diesmal bin ich bei Wilma von Pane-Bistecca gelandet. Und Wilmas Blog bringt einiges mit, das ich sehr mag: Neugier, Experimentierfreude und Weltoffenheit. Damit rennt sie bei mir offene Türen ein. Ich zitiere mal ihre eigenen „About“-Worte: „Ich heisse Wilma, bin eine Foodbloggerin, begeisterte Köchin und Bäckerin, bin halb Italienerin, halb Schweizerin und lebe schon über mein halbes Leben in Asien. Du findest hier viele Schweizer, Italienische und Asiatische Rezepte, aber auch welche aus dem Rest der Welt!“

Nachdem ich mich endlich für ein Rezept entschieden hatte, wanderten einige auf „die Liste“. Die gibt es dann demnächst bei den passenden Gelegenheiten: die Biáng-Biáng-Nudeln mit Lamm zum Beispiel. Oder die Feta-Stäbchen mit Sesam und der Tah Chin-e Morgh. Und dann noch das langsam geschmorte Schweinebäckchen. Ich könnte jetzt locker noch eine Weile weiter aufzählen, aber es kann ja jeder bei Wilma selbst auf Entdeckungsreise gehen.

Im Prinzip hätte ich für dieses Blogpost auch jedes der genannten und nicht genannten Rezepte auswählen können, aber am Ende – angesichts eines wunderschönen Skreis, der mein Catch of the Day war – musste es etwas mit Fisch sein. Und das war – ohne alles andere bislang probiert zu haben – eine ausgezeichnete Wahl.

Pescado Encocado

Zutaten

  • 1 Zwiebel gehackt
  • 3 große Karotten gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Paprika scharf
  • Salz
  • 1 TL Ingwer gerieben
  • 3 Tomaten klein geschnitten
  • 100 g Champignons geviertelt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 ml Kokosmilch
  • 0,5 Limette ausgepresst
  • 1 Orange ausgepresst
  • ein paar Cocktailtomaten
  • 2 Stücke Skrei
  • etwas neutrales Pflanzenöl

Anleitung

  • Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel- und Karottenwürfeln kurz anbraten, dann bei reduzierter Hitze weiter anschwitzen lassen.
  • Knoblauch, Gewürze und Ingwer zugeben und ebenfalls mit anschwitzen. Tomatenmark zugeben und Hitze etwas erhöhen. Kurz anbraten. Tomaten und etwas Wasser zugeben. Hitze wieder reduzieren und einköcheln lassen.
  • Limetten- und Orangensaft und Kokosmilch angießen. Wieder etwas einköcheln lassen.
  • Pilze und Cocktailtomaten dazugeben und und erneut sanft köcheln lassen. Fisch auflegen und bei geschlossenem Deckel und geringer Hitze garen bis der Fisch noch saftig, aber durch ist.

Ich habe den Karottenanteil – rein aus der Not heraus – etwas reduziert, aber mich ansonsten sehr nah ans Original gehalten. Und das war nicht nur gut so. Das war perfekt. Statt Reis habe ich mich allerdings – und jetzt wird’s wirklich wild! – als Beilage für etwas entschieden, das ich schon sehr lange ausprobieren wollte: thailändische Reisbällchen. Ich glaube allerdings, Wilma kann mit diesem südamerikanisch-thailändisch-norwegischen Mix leben. Nein! Ich glaube es nicht. Ich bin mir sicher!

Hier auch noch das Rezept für diesen Versuch, der sicher nicht mein letzter war:

Thailändische Reisbällchen

Zutaten

  • 150 g Reis
  • 1 EL Butter
  • 0,5 Bund frischer Koriander
  • 2 Chilischoten je nach Schärfegrad
  • 1 Stück Ingwer gerieben
  • 1,5 TL Speisestärke
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 TL Weizenmehl
  • 2 TL Sesamöl
  • neutrales Pflanzenöl zum Ausbacken
  • 25 g Sesam

Anleitung

  • Butter in einem Topf erhitzen und Reis kurz darin anschwitzen. Mit Wasser im Verhältnis 1:2 (150 g Reis / 300 g Wasser) ablöschen. Nun den Deckel auf den Topf geben und leicht köcheln lassen, bis der Reis gar ist. Auskühlen lassen.
  • Ingwer schälen und fein reiben. Koriander fein hacken. Chili entkernen und ebenfalls fein hacken.
  • In einer kleinen Schüssel Ingwer, Koriander, Sesamöl, Chili, Sojasauce, Stärke, Mehl und Sesam vermischen. Den ausgekühlten Reis zugeben und damit verkneten. Reis mit angefeuchteten Händen zu Bällchen formen.
  • Öl erhitzen und die Bällchen darin ausbraten, bis sie etwas Farbe genommen haben. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Auch diesmal hat es mir wirklich großen Spaß gemacht, mich auf dieses Blogevent einzulassen. Wann sonst nimmt man sich schon mal die Zeit, sich wirklich intensiv in ein Blog einzulesen?! Irgendwas ist ja immer. Man kennt das…

Und dabei lohnt es sich wirklich. Ich kannte Pane-Bistecca zwar vorher schon, aber mehr so im Vorbeigehen. Ein Fehler. Danke, Wilma. Dein Blog ist eine Abenteuerreise, die ich sehr genossen habe.

7 Kommentare

  1. Oh wow, das ist dir toll gelungen, ganz herzlichen Dank fuer’s Nachkochen und die lieben Komplimente zu meinem Blog! Ich hoffe, du kommst dazu, deine To-do Liste abzubauen 😀

    LG Wilma

        1. Genau so ist es. Nach drei Tagen ist es einfach nur noch wunderbar. Wobei diesmal die ersten beiden sehr wenig anstrengend waren. Abwarten… 😀
          Wenn man seinen Kopf so richtig aufräumen will, ist das genau das Richtige 🙂

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