What goes down must come up!

Oder: Kann eigentlich nur besser werden.

Das war’s jetzt also fast mit 2022. Im Prinzip könnte ich den ersten Absatz aus dem Rückblick des letzten Jahres 1:1 übernehmen. Ich sagte damals „Gehe hin in Frieden, 2021. Aber komm‘ bitte nicht zurück.“. An einigen Stellen wirkte 2022 allerdings einfach wie eine miese Kopie von 2021 – sowohl im Licht, als auch im Schatten. Und auf Viren folgten Kriege.

Vorab aber erstmal einen ganz herzlichen Dank an Sabrina und Steffen von Feed me up before you go-go für Einladung und Organisation. Sie sammeln stets auch alle Jahresbilanzen ab dem 31.12.2022 unter ihrer eigenen Bilanz – ein „Durchblättern“ lohnt sich. Man entdeckt Neues und Bekanntes – es ist wie ein Rundgang durch ein Online-Dorf.

Schluss jetzt aber und los geht’s! Ich werde dann mal versuchen, mein Jahr 2022 zu rekapitulieren.

Der JANUAR begann mit dem Besuch eines äthiopisch-erithreischen Restaurants in Frankfurt. Wir verbrachten einen sehr lustigen, bestecklosen Abend, der das alte Jahr würdig abschloss. Und wir waren auch ausnahmsweise um 0:00 Uhr noch wach. Ich zumindest habe das bei den letzten Jahreswechseln wirklich sehr selten geschafft. Ein neuer Kühlschrank zog ein. Und ich drehte die ersten Runden mit dem neuen, sehr leisen und sehr niedlichen Auto. Das Essen im Januar war ausgezeichnet, hatten wir doch kurzfristig das Weihnachtsessen absagen müssen, nachdem die Zutaten bereits besorgt waren. Aus Gründen.

Im FEBRUAR ging die Kulinarische Weltreise nach Äthiopien. So konnte ich das Letzte Abendmahl des vergangenen Jahres in der heimischen Küche wiederholen. Vor allem die „Fensterleder“ aka Injera sorgten tagelang für eine belagerte Arbeitsplatte in der Küche. Ansonsten spiralisierte, ochsenschwänzelte und muschelte ich mich so durch den Monat. Und als ich erkältet war, pustete mir eine Gochujang-Sauce die Nebenhöhlen frei. Ach! Und ich räumte meine Gewürze auf und blockiere seitdem drei Schubladen in der Küche damit. Egal! Das ist es wert. Und Ende Februar überfiel dann ein offensichtlich schwer gestörter Profilneurotiker sein Nachbarland. Ungläubig und entsetzt schaute ich in den letzten Tagen des Februars die Nachrichten.

Im MÄRZ war klar: Der Wahnsinnige gibt so schnell noch keine Ruhe. Da wird gerade vor unseren Augen ein ganzes Land zerstört. Im kuscheligen Deutschland dagegen starteten wieder die Hamsterkäufe. Leere Regale bei Klopapier, Mehl und bei Sonnenblumen- und Rapsöl. Der Benzinpreis explodierte. Ich lenkte mich mit Arbeit, Pastabrettchen und dem ersten Skrei der Saison ab. Ich fastete und organisierte weitere Küchenschubladen neu.

Anfang APRIL musste ich feststellen, dass meine drei Tage Resturlaub aus 2021 am 31.03. verfallen waren. Verdammt! Ich hätte sie im April so gut gebrauchen können. Es stand der erste Urlaub des Jahres an. Und er war bitter nötig. Es ging nach Menorca: Sonne statt Schnee, Bewegung statt Homeoffice-Überstunden, Meer statt Rhein, Ruhe statt Nerverei. Und am Ende des Monats blühten dann auch in unserem Untertaunus-Garten die Obstbäume.

Nach dem Urlaub – im MAI – kochte ich Urlaubserinnerungen nach. Die Queen feierte ihr Platinum Jubilee. Plötzlich bestand die ganze Welt aus Royalisten. Ich hingegen mutierte wie jedes Jahr zur Spargelistin und bereitete wie in jedem Jahr das herrliche Gemüse in zahllosen Variationen zu. Wir verbrachten im Kollegenkreis einen Samstag beim Marktfrühstück in Mainz. Und der Garten startete auch – sehr unwillig in diesem Jahr – irgendwann durch.

Der JUNImein Monat – zog sich zäh und seltsam dahin. Es gab weiterhin Spargel. Es gab Eis. Und kurz vor meinem Geburtstag verbrachte ich zwei Tage bei – nennen wir es – dienstlichen Großveranstaltungen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kam es, wie es kommen musste: Ende Juni erwischte uns das Virus beide gleichzeitig. Und es erwischte uns recht ordentlich. Sehr unterschiedlich, was die Symptome anging, aber gleichermaßen heftig.

Der JULI begann mit einem Wechsel aus delirierend auf dem Sofa und halb bewusstlos am Homeoffice-Schreibtisch. Das war wirklich der schlechteste Zeitpunkt für eine Infektion. Aber so ist es ja immer: Wenn’s läuft, dann läuft’s… Als ich dann auf die Krise zusteuerte, erholte sich der Gatte wieder etwas. Und als ich endlich dachte, jetzt ginge es auch bei mir wieder, musste ich festellen, dass ich nichts mehr roch und schmeckte. Na, super! Ich kochte lustige Sachen, die ich nicht abschmecken konnte. An selbst essen war nicht zu denken. Zu ekelhaft fühlte sich das an. Ende des Monats wurde der Genderstein fürs Scrabble geliefert, den ich vor etlichen Wochen gratis geordert und dann wieder vergessen hatte. Eigentlich nur, weil der zehn leichtverdiente Punkte wert ist. Gendern kann sich auch lohnen.

Der AUGUST startete mit hektischen Einkochaktionen. Die Johannisbeeren wurden auch in 2022 wieder exakt vor dem Urlaub reif. Nachdem sie in Gläsern gelandet waren, ging es auch fast direkt zum Flughafen. Madeira war unser Ziel. Und es war sehr schön und sehr erholsam, allerdings was die Mietwagenfahrten angeht etwas zu steil für meinen Geschmack bzw. mein Nervenkostüm. Und der Kameradefekt am ersten Tag war auch eine Herausforderung, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Wie bitte soll man einen portugiesischen Urlaub auch ohne Azulejo-Fotoeskalation genießen können?! Die letzte der drei Wochen verbrachten wir schließlich auf Porto Santo. Ohne Auto und steile Straßen, dafür mit einem neun Kilometer langen Strand.

Dann war es auch schon SEPTEMBER. Zumindest bis alle Mails im Firmenaccount abgearbeitet waren. Der September war tatsächlich mehr so ein Übergangsmonat. Wir tranken Poncha und versuchten damit das Urlaubsgefühl um einige Abende zu verlängern. Die Bibliotheksarbeiten in des Gatten Zimmer schritten zügig voran. Und ich kochte ein historisches Motto-Menu. Javier Marías starb im Alter von 70 Jahren. Ich fasste den Plan, seine Bücher alle nochmals zu lesen.

Im OKTOBER bestiegen wir schon wieder ein Flugzeug. Wie jedes Jahr im Herbst ging es für eine Woche nach Gozo. Nochmal tief durchatmen vor dem Jahresabschlusschaos im Broterwerbsberuf. Und vor dem Fortschritt der Regalbauarbeiten – diesmal in meinem Zimmer. Währenddessen versuchte sich Siggi Pop mal wieder semi-erfolgreich als Influencer für Despoten. Man staunt nur noch und wendet sich mit Abscheu. Ach… Und Elon übernahm die Twitter-Weltherrschaft.

Anfang NOVEMBER feierten wir den runden Geburtstag des „Kindes“ nach. Und mein 25jähriges Dienstjubiläum. Die im Sommer havarierte Kamera kam endlich aus der Reparatur zurück. Die Arbeiten in meinem Zimmer wurden zum Abschluss gebracht. Guuut… Bis auf ein paar Büchermigrationen, die dann im Dezember noch erledigt wurden. Und dann gab es noch allerlei Kartoffelspielchen. Seit der zweiten Monatshälfte lässt Recep Tayyip Erdogan – 2022 war damit zumindest ein ausgezeichneter Nährboden für Soziopathen in Machtpositionen – Luftangriffe auf die Kurden im Nordosten Syriens und im Norden des Irak fliegen (Kulturzeit-Link). Das scheint aber irgendwie nun kein Thema für wertebasierte Außenpolitik zu sein. Man wundert sich.

Im DEZEMBER probte der Adel den Aufstand. Meghan und Harry verkauften ihren letzten Rest Würde an Netflix. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis homophobisierte und verschwörungstheoretisierte sich gutgelaunt durch Julian Reichelts ekelerregenden YouTube-Kanal. Und Heinrich XIII. Prinz Reuß versuchte sich gleich an einem Regimesturz. Mit dabei im Kreise der illustren Truppe von Reichbürgern und deren Freunden: Frank Heppner, der im Verdacht stehen soll, Lebensmittel, Küchenutensilien und ein Notstromaggregat für einen Mitstreiter besorgt zu haben. Zudem hatte man ihn wohl dafür vorgesehen, „in der ’neuen deutschen Staatsform‘ den militärischen Arm zusammen mit einem Ex-Fallschirmjäger als ‚Heimatschutzkompanie‘-Chef in Kantinen zu verköstigen.“ – was dann wieder Reichelt twittert. Und ich? Ich habe Plätzchen gebacken. Und Glühwein getrunken. Und versucht, die Renovierungsarbeiten noch vor Weihnachten abzuschließen. Und ich war Zeuge, als Messi Argentinien Weltmeister wurde und wie Béla endlich sein letztes Spiel kommentierte. Und Weihnachten fuhren wir einfach weg. In die Rhön.

Das war der Schnelldurchlauf. Puh! Jetzt zu den obligatorischen Fragen:

Was war 2022 dein erfolgreichster Blogartikel?

Ja… Nuuun… Same procedure as every year… Ausgeapfelt! (der verdammte Apfelmusartikel aus 2013!) liegt tatsächlich schon wieder vorne. Wie ein Untoter. Manchmal kommen sie eben wieder… Meistens ab dem Spätsommer, wenn die ersten Äpfel reifen.

Immerhin ist ihm Dreimal Lamm, dreimal Ottolenghi aus 2021 auf den Fersen. Und auf Platz drei liegt dann knapp dahinter noch ein Artikel des Jahrgangs 2021: Dobrodošli im Reich der Vokallosen! – ein Urlaubsbericht aus Kroatien mit einem Rezept für Šurlice.

Der bestplazierte 2022er Artikel folgt anschließend mit Bolo de Caco – das Beilagenbrot Madeiras. Puh! Wenigstens das.

Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Die Selbstbeschimpfungen kommen ja später noch. Deshalb will ich auch nichts vorweg nehmen. Nur soviel: Wahnsinnig viel Auswahl gibt’s da nicht.

Mein liebster Lieblingsartikel aus diesem Jahr ist allerdings einer, der mich im Hintergrund einiges an Recherchearbeit und Improvisation gekostet hat: Ein wahrhaft historischer Abend. Wir hatten Gäste und haben ein Menu aus neun Gängen mit jeweils historischem Hintergrund zusammengestellt, gekocht (ich) und bequizt (Gatte). Das hat unglaublich viel Spaß gemacht. Deshalb ist das für mich vermutlich der tollste Artikel aus diesem Jahr.

Bei der Kulinarischen Weltreise ging es im Februar nach Äthiopien. Ich schloss mich an, da ich das Silvesteressen beim Äthiopier / Erithreer so toll gefunden hatte. Ebenfalls ein Artikel, der einiges an Arbeit im Hintergrund machte, aber mir am Ende wirklich gefiel: „Bemigibu Tedeseti!“ Und die Gewürze, die ich dafür angeschafft hatte, werden weiterhin rege verwendet. Aber dazu ebenfalls später noch mehr.

Platz drei belegt mein Bolo de Mel-Beitrag zum Kulinarischen Adventskalender von Zorra. Das war mir nun zum zweiten Mal ein besonderes Fest.

Zuletzt natürlich auch die Urlaubsposts. Wir waren dreimal außer Landes. Und immerhin dazu habe ich regelmäßig gebloggt. Es gibt Reiseberichte und anschließend Rezepte. Menorca, Madeira und Gozo bieten ja kulinarisch auch einiges an Inspiration. Und meine Urlaubsartikel mag ich tatsächlich selbst auch sehr gerne. Gesammelt habe ich sie hier: Urlaub

Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Einige Male habe ich synchrongebacken, auf fremden Blogs gewildert und bin kulinarisch weltgereist. Gerade bei Koch‘ mein Rezept! stößt man ja reichlich auf Inspirationen aus anderen Blogs.

Mittlerweile ein paar mal an den Start gegangen sind dabei die Knödel von Urs auf Coconut & Cucumber. Toll auch die Thailändischen Reisbällchen von Wilma auf Pane-Bistecca. Und auch Katjas Orientalische Kartoffelplätzchen auf Kaffeebohne kamen ausgesprochen gut an.

An dieser Stelle auch nochmal vielen, vielen Dank an Volker, der mich mit seinen beiden Blogaktionen Koch‘ mein Rezept! und Kulinarische Weltreise mehrfach aus der Bloglethargie gerissen hat.

Welches der Rezepte, die du 2022 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Ohne langes Überlegen bzw. kaufmännisch gesprochen ohne schuldhaftes Zögern: Patatas Bravas. Einfach deshalb, weil sie so unkompliziert und gleichzeitig so vielseitig einsetzbar sind. Während man in anderen Töpfen rührt oder mit anderen Pfannen hantiert, knuspern sie im Backofen einfach so vor sich hin und benötigen keinerlei Aufmerksamkeit. Die perfekte Beilage zu allem!

Im Prinzip war 2022 sowieso ein ziemliches Kartoffeljahr. Dazu aber gleich noch.

Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2022 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Was mich in 2022 abartig genervt hat, waren die Fehlermeldungen aus dem Word Press Recipe Maker. Doppelte Rezepte, Rezepte ohne Parent, Rezepte mit zwei Parents, fehlende Thumbnails – you name it. Und ich habe sie alle gelöst. Kurzerhand an einem Wochenende im November mit miesem Wetter. Es war nervig, es war öde – aber es ist erledigt.

Ein weiteres nerviges To Do auf meiner Liste war die Verlinkung aller Rezepte aus 2021 und 2022 im Blogindex. Done!

Und auch allgemeine Ordnungsaktionen brachten mich in 2022 deutlich nach vorne. Ich bekam meine Gewürzeskalation in den Griff. Und mein neu sortiertes Büro sorgt dafür, dass ich jedes Kochbuch sofort finde.

Den Ausfall der Kamera im Madeira-Urlaub konnte ich dagegen – mit Abstand – einigermaßen verschmerzen. Die wochenlang auf Repara-Tour befindliche Canon R6 wurde bereits auf Madeira durch eine kleine RP ersetzt. Als die R6 schließlich wieder nach Hause kam, war ich von der RP bereits so angetan, dass ich sie doch nicht wieder verkaufen wollte. Luxusprobleme – aber gelöst. Zum Vergleich: Saltpans in der Xwejni Bay aus 2021 und 2022.

Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Ich erwähnte es bereits: Kartoffeln hatten ein ziemliches Comeback in 2022. Nachdem ich mich in 2021 intensiv mit Kartoffel-Pavés beschäftigt und im gleichen Blogpost ein Rezept für die perfekten Bratkartoffeln verbloggt hatte, stieß ich auf Menorca auf Patatas Bravas. Und damit begann die Suche nach der idealen Kartoffelbeilage. Ich spendierte dem Blog eine Kategorie für Sättigungsbeilagen.

Und ich legte nach. Bombay-Kartoffeln, Pakura, die bereits erwähnten orientalischen Kartoffelplätzchen und schließlich Pommes Paolo. Ich arbeite noch an einer weiteren Kartoffel-Idee, aber die Pommes Paolo sind die perfekte Überleitung.

Ich habe sie nämlich einmal mit der durch die Äthiopien-Reise entdeckten Niter Kibbeh hergestellt. Und die war sagenhaft. Diese Würzbutter gehört seit Februar zum Standard und passt ausgezeichnet zu praktisch allem. Ich nutze sie zum Beispiel bisweilen auch zum Anbraten von Fleisch.

Auch dringend erwähnenswert sei Gochujang. Ich startete im Februar mit einer Gochujang-Sauce zu Pasta. Und seitdem benutze ich die Paste praktisch pausenlos. Überall, wo Tomaten oder Paprika im Spiel sind und der letzte Kick fehlt, passt sie. Ein Traum!

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?

Mein Lieblings-Suchbegriff in diesem Jahr war „le boeuf der ochs la vache die kuh fermer la port“. Keine Ahnung, ob das irgendwer kennt, der nicht in der ehemaligen französischen Besatzungszone aufgewachsen ist. Es war jedenfalls Bestandteil meiner Eifel-Sozialisation. Es geht noch weiter. Es fehlt „… die Tür mach‘ zu!“ Da die französischen Vokabeln alle richtig geschrieben sind, kann es im Prinzip nur ein Saarländer eingetippt haben. Das könnte nur noch getoppt werden von jemandem, der nach „Kohschiss platt, Perdschess rond, jett en schöne Kirmesbond“ getoppt werden.

Ansonsten sind die meisten Suchbegriffe dank der DSGVO kaum noch zu finden. Schade eigentlich.

Was wünschst du dir und deinem Blog für 2023?

Jetzt wird’s hart. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Mein Plan im letzten Jahr war, endlich die 2.500 Blogposts zu knacken. Habe ich nicht geschafft. Wie auch – mit nur 40 Posts?! „Wir“ sind jetzt bei Nummer 2.455, das heißt: Die 2.500 müssen zwingend in 2023 drin sein. Sind ja nur noch 35 Artikel. Das sollte machbar sein. Selbst 2022 war ich ja mit 40 dabei.

Ich wünsche also mir und meinem Blog in 2023 also vor allem endlich den 2.500sten Artikel. Oder vielleicht besser: Ich wünsche mir die Zeit für 35 Artikel und dem Blog den Rekord. Nach drei Jahren in beständigem Clinch mit dem Arbeitszeitgesetz und mit meinen eigenen Ansprüchen sollte ich in 2023 nun endlich VOR die Welle kommen und endlich agieren statt nur reagieren können. Immerhin: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Was ich mir sonst noch wünsche?

  • Nie wieder so schreckliche Dinge lesen zu müssen wie Ulles „Wir haben uns ausgesprochen, der Liebes-Button ist nicht ausgegangen. Wir starten einen neuen Versuch.“ Oder auch wie Lances „Ich sah einen Mann an einem Ort, wie noch kein menschliches Wesen zuvor.“ Gulp!
  • Öfters mal den Mut zu haben, so etwas wie dieses Jahr an Weihnachten durchzuziehen. Einfach verschwinden – ohne schlechtes Gewissen. Schwierig als Katholikin. Ich weiß. Aber ich bleibe dran.
  • Mehr Talent für Grammatik in deutschen Nachrichtenstudios.
  • Neue Worte zu entdecken. Zum Beispiel „Entkusselung“ wie gerade vor ein paar Tagen in der Rhön
  • Kein Fußballspiel mehr zu sehen, das von Béla Réthy kommentiert wird. Niemals nicht. Auch kein Freundschaftsspiel, D-Jugend-Spiel. Und auch keine hochspannende Partie Hallen-Halma. Schönen Ruhestand, Béla!
  • Weiterhin interessanten Dingen zu begegnen, die ich im kommenden Jahr hier als größte kulinarische Entdeckung des Jahres preisgeben kann.
  • Tolle Fotos im bevorstehenden Osterurlaub zu machen. Wer weiß schon, wie oft noch eine Fernreise möglich sein wird?
  • Dass Piti weiter Weihnachtsplätzchen backt. Müssen ja keine Vanillekipferl sein.
  • Etwas zu lernen von den beiden Menschen, die ich dieses Jahr betrauert habe – ein bisschen was von Kerstins Mut und von Wolfgangs Diplomatie.
  • Ab und zu ein Kaninchen im Schmortopf.
  • Für den Sohn eine Wohnung in Freiburg. Schnell.
  • Zeit, in meinem neuen Lesesessel zu sitzen und zu lesen. Javier Mariás zum Beispiel.
  • Eine 10.000er Scheune bei HayDay. Ich bin bei 6.300 – also völlig utopisch.

Und das war’s dann auch schon. Genug der Worte! Danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Bleiben nur noch die guten Wünsche. Ein prachtvolles & gesundes Jahr 2023 für alle! Weltfrieden!

7 Kommentare

  1. Wenn Piti nochmal backt, darf er sich aber auch etwas wünschen. Und zwar, dass hier endlich „Fleisch mal anders“ gekocht wird. Wollte mir zum letzten Geburtstag etwas Besonderes gönnen, und habe die fantastische Rezepte nicht mehr gefunden. 🙁 😀

    Freiburg… uff. :glgnfz:

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