Doppelter Beutezug

Und da sind wir wieder – wenn auch auf den letzten Drücker. Allmählich entwickelt sich das bei mir scheinbar zum Prinzip… Worum es geht? Ich wildere wieder einmal lustig auf fremden Blogs. Wobei „fremd“ der falsche Ausdruck ist. Aber beginnen wir einmal von vorne.

Ich bin auf Entdeckungsreise. Volkers „Koch‘ mein Rezept!“ hat den Untertitel „Foodblogs neu entdeckt“ – und das ist genau, worum es geht.

Es ist praktisch wie Fremdgehen – aber der Mann darf’s wissen. Und er darf es nicht nur wissen, er darf das Ergebnis sogar essen.

Diesmal führte mich meine Mission zu Katja aka Kaffeebohne. Katja wohnt ganz in der Nähe, wir sind uns allerdings noch nie im „echten Leben“ begegnet. Das kann man ja aber leicht ändern. Virtuell war sie allerdings schon bei mir zu Gast und hat meine Sindhi Smashed Potatoes nachgekocht.

Diesmal durfte ich mich mit einem Gegenbesuch revanchieren. Und vielleicht überlasse ich Katja einfach mal die Vorstellung ihres Blogs. Ich zitiere ihr „Über mich und mein Blog“:

„Ich blogge
Über die Gerichte und Rezepte, die ich gekocht habe
Über Kochbücher, die ich mir gekauft habe
Über Küchenhelfer, die ich mir zugelegt habe
Über Produkte, die mir im Supermarkt/Hofladen aufgefallen sind
[…]
Alle Zutaten und Geräte habe ich gekauft. Auf meinem Blog gibt es keine von Supermärkten oder Herstellern unterstütze Lobhudelei. Ich finde das sehr unglaubwürdig und entspricht nicht der Intension dieses Blogs.“

Das passt mir alles ja schon mal sehr gut. Und so habe ich auch bereits vor einiger Zeit ein Rezept von Katja nachgekocht. An einem Abend, an dem mir noch eine passende Kartoffelbeilage fehlte. Vermutlich ging ihr das bei ihrem Besuch bei mir auch so. Hier also ihre orientalischen Kartoffelplätzchen.

Orientalische Kartoffelplätzchen

Gericht: Beilagenteller
Land & Region: Orient
Keyword: kartoffeln
Portionen: 2 Portionen
Autor: Katja

Zutaten

  • 400 g Pellkartoffen vom Vortag
  • 1 EL Creme fraîche
  • 0,5 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 TL Ras el Hanout
  • etwas vietnamesischen Koriander gehackt
  • schwarzer Pfeffer
  • Öl und Butter zu gleichen Teilen zum Anbraten

Anleitung

  • Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Creme fraîche unterrühren, mit Salz, Kreuzkümmel und Pfeffer abschmecken. Teig zu Kartoffelplätzchen formen.
  • Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die Plätzchen bei mittlerer Hitze von jeder Seite goldbraun ausbacken.

Bei mir passten sie dann zwar nicht als Gericht zum Veggie-Day, aber dafür schmeckten sie hervorragend zum Ossobuco. Volltreffer! Und wirklich simpel herzustellen und gelingsicher. Und äußerst variantenreich einsetzbar. Wiederholung garantiert.

Mittlerweile hatte ich mich ganz ordentlich bei ihr eingelesen und noch einige Rezepte gefunden, die verlockend klangen. Und so kam es, dass mir gestern nach einem langen Arbeitstag ihre Thunfisch-Pasta als schnelle Abendessensrettung einfiel. Uuund: Ich hatte von Madeira selbstverständlich einige Dosen des hervorragenden Santa-Catarina-Atums im Koffer nach Hause transportiert. Und da alles andere ebenfalls vorrätig bzw. nach etwas Anpassung vorrätig war, schlug ich gleich nochmal zu.

Thunfisch-Pasta

Gericht: Pastateller
Land & Region: Mediterran
Keyword: pasta, thunfisch, tomaten
Autor: Katja

Zutaten

  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl zum Anbraten und Anrichten
  • 2 TL Tomatenmark
  • 1 Handvoll ofengetrocknete Tomaten aus eigener Herstellung
  • 250 ml Passata
  • Pasta aus 200 g Tipo 00 und 2 Eiern
  • Kapern Menge nach Geschmack
  • 2 Dosen Thunfisch in Öl, abgetropft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • frischer Basilikum in Streifen geschnitten und etwas zum Anrichten

Anleitung

  • Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Tomatenmark einrühren und kurz mitdünsten. Ofentomaten und Passata zugeben und aufkochen. Tomatensauce bei mittlerer Hitze etwa sieben Minuten einköcheln lassen.
  • Inzwischen Pasta in reichlich kochendem Salzwasser garen.
  • Kapern und Thunfisch zur Tomatensauce geben. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Gehackten Basilikum unterrühren.
  • Nudeln abgießen und tropfnass mit der Thunfisch-Tomaten-Sauce mischen. Thunfisch-Pasta mit einem Esslöffel Olivenöl beträufeln und mit Basilikum bestreut servieren.

Das kam außerordentlich gut an. Den Pastateig hatte ich zuerst hergestellt, dann die Sauce angeworfen und den Teig etwas ruhen lassen. Trotz selbst hergestellter Pasta ein schnelles Essen. Mit fertiger noch etwas schneller.

Danke, Katja, für die beiden tollen Rezepte. Es war sehr schön bei dir – und sicher nicht mein letzter Besuch.

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