Three kings & two tits

Nein, nein, nix Versautes heute! Dank eines Kommentars auf diesem Blog (Gruß nach Bremen!) vor einiger Zeit wäre zumindest ich niemals auf diesen absurden Gedanken verfallen. Immerhin haben wir einen katholischen Feiertag.

Und zumindest unsere österreichischen und süddeutschen Freunde mussten nicht zur Arbeit und konnten den Ausgang der Vier-Schanzen-Tournee in vollen Zügen genießen.

Für Maddins 21. Platz heute und 21. Gesamtrang musste man sich ohnehin keinen Tag Urlaub gönnen. Das ging ziemlich aufregungsfrei auch nach Feierabend über die Bühne bzw. den Bakken.

Zurück zur Überschrift: Erstmal zu den Drei Heiligen Königen. Das heutige Foto zeigt mich im Jahre 1979 als maximalpigmentierten König mit rotem Turban.

Die Blockflöte, die ich in der linken Hand halte, geht wenige Minuten später bei einem beherzten Angriff auf den im Vordergrund befindlichen Sternträger zu Bruch, der mich während des Vortrags von „Es ist für uns eine Zeit angekommen…“ mit irgend etwas fürchterlich provoziert haben muss. Was genau das war, weiß ich leider nicht mehr.

Im Nachhinein erscheint es mir geradezu absurd, dass ich mit der Flöte nicht nach einer meiner beiden Sternsinger-Kolleginnen rechts und links von mir ausgeholt habe. Beide hätten es irgendwann einmal deutlich mehr verdient gehabt als der arme J. – mein Sandkastenfreund. Aber hinterher ist man halt immer schlauer…

So in etwa wie oben hätte das Foto aussehen können, wenn meine Mutter ein wenig Geschick beim Fotografieren an den Tag gelegt hätte. Stattdessen hat sie in ihrer unnachahmlichen Art meist die Köpfe (wahlweise Frisuren, Hüte, Mützen, Kronen u.ä.) abrasiert und dafür ein ordentliches Stück Umgebung mit dazugepackt. Das hier ist das Originalfoto.


Man beachte die äußerst eigenwillige Bildaufteilung, die sich dadurch ergab, dass offensichtlich der Gullydeckel unten rechts zwingend mit ins Bild musste. Diese vielleicht nicht unbedingt beabsichtigte, aber irgendwie geniale Bildkomposition unterstützt auch nach 31 Jahren immer noch wunderbar die Absurdität der Szene.
Das zu den Königen. Nun zu den Meisen. Im Büro haben wir heute die zweite Ladung Meisenfutter rausgehauen. Die Biester sind echte Fressmaschinen – besonders, wenn man ihnen Erdnüsse anbietet. Was sich da heute in dem Baum vor unserem Fenster abgespielt hat, ließ einem bisweilen den Atem stocken.
Zwei verschiedene Meisenarten fielen in das armselige Bäumchen ein: Blaumeisen und Kohlmeisen. Und sie gaben alles. Oder vielleicht besser: Sie nahmen alles. Wie wilde, reißende Bestien rupften und zerrten sie an den Meisenknödeln, Erdnuss- und Sonnenblumenkernsäckchen, die ich kurz vorher in Todesangst und mit einem Fuß auf der äußeren Fensterbank balancierend dort angebracht hatte.
Übrigens gar nicht so einfach, auf einem Bein zu stehen, und dabei mit nur zwei Händen dafür zu sorgen, dass man nicht abstürzt, während man gleichzeitig versucht Kabelbinder zu schließen. Wäre unser Büro im ersten Stock, hätte ich es wahrscheinlich nicht riskiert. Im Erdgeschoss hingegen kann man ja locker mal Spiderman für Arme spielen.
Ein (hoffentlich) verjährter Blockflötenmord und massenhaft neue gefiederte Freunde – was kann man von einem Tag mehr erwarten?!

2 Kommentare

    1. ja, man ist leider im internet so vielen schlechten einflüssen ausgesetzt… 😀
      erstaunlicherweise schießen die trefferzahlen nicht ins unendliche. nur „tits“ genügt anscheinend nicht. menno… ^^

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