Man glaubt es kaum, aber seit heute ist es definitiv. „Etwas hat überlebt!“ – ein winziger Teil der Pfefferminze aus dem Katteneser Garten! Die Pfefferminze meiner Kindheit. Eigentlich hatte ich schon nicht mehr daran geglaubt, da das, was wir im letzten Jahr von meiner Tante bekommen hatten, erst vor sich hingekümmert und dann verschwunden war. Und doch hat ein bißchen davon den Winter überstanden und beginnt gerade auszutreiben. Diese Entdeckung war mir wirklich eine große Freude.
„Da wackelt de Dom, …
… da wackeln die Bäääm,
Ja, un de Becker-Jean
Der geht noch lang net häm…“
Da rückten die Straßenbauer doch heute tatsächlich unserer herrlichen Baustraße mit einem riesigen Presslufthammer auf die Pelle! Das sieht da draußen ganz schön fies aus mittlerweile. Und an Versprechungen à la „In der Mitte bleibt immer ein Stück Fahrbahn stehen, sodass sie zum Be- und Entladen ans Haus kommen…“ glaube ich auch nicht mehr. Pah! Tiefe Gräben tun sich rechts und links des letzten Fahrbahnstreifens auf. Mindestens drei Reihen Pflastersteine wurden entfernt und das Rhododendronbeet wurde bis an die erste Blumenzwiebel heran weggebaggert.
We’re in a road movie…
„… Can’t drive out the way we drove in…“ – They might be giants
Eigentlich war das zwar mehr „can’t drive in the way we drove out“, aber um es kurz zu fassen: Das war’s mit Vor-der-Haustür-Parken für die kommenden zwei bis drei Wochen (Zeitabgabe laut Handwerker, also vermutlich eher vier bis sechs Wochen).
Da läuft doch was…
Ja. Und es ist meine Nase. Und ich glaube nicht, dass das was mit Heuschnupfen zu tun hat. Was ich glaube, ist, dass Max mich mit seiner Seuche von letzter Woche angesteckt hat. Aber schön, dass ich jetzt synchron über tränende Augen und eine laufende Nase Körperflüssigkeiten verlieren kann. Manchmal ist das Leben eben grausam.
Ein kurzes Vergnügen
Jetzt sind dem neuen Puntili noch exakt zwei Nächte im Carport vergönnt – und dann war es das erstmal für die nächsten zwei bis drei Wochen. Unsere Straße kommt! Also eigentlich ist sie ja die ganze Zeit schon da, aber sie wird jetzt endlich von der asphaltierten Baustraße zur endgültigen Pflasterstraße. Und ab Donnerstag wird an unserer Seite gegraben, sodass wir das Grundstück nicht mehr befahren können. Und mit dem Grundstück natürlich auch den Carport nicht.





