Was man hier „Lattwersch“ nennt, heißt in meiner alten Heimat „Quetscheschmeer“. Was dabei heraus kommt ist allerdings dann das Gleiche: Pflaumenmus.

Da immer noch ein Eimer Zwetschgen von der Mosel seit dem Wochenende im Carport stand, habe ich mich heute etwa der Hälfte dieser letzten Ladung angenommen. Zwei Netto-Kilos brutzeln gerade im Backofen vor sich hin. Mit Zucker, etwas Zitronensaft, Zimtstange und Sternanis. weiterlesen

Dass ich mich heute morgen wie Bill Murray in einer Endlosschleife fühlte, lag wahrscheinlich daran, dass ich der fast identischen Menge Zwetschgen Aug‘ in Aug‘ gegenüberstand wie am vergangenen Wochenende. Aber auch ich hatte gelernt und köchelte erstmal aus der Hälfte der Früchte die Grundlage für das göttliche Pflaumeneis. weiterlesen

Die Pflaumen waren heute endlich reif. Also eigentlich ein wenig überreif – halt genau an dem Punkt, an dem sie extrem aromatisch sind. Und am Ende hatte ich fast fünf Kilo an unserem kleinen Bäumchen geerntet. weiterlesen

Draußen sieht es zumindest heute irgendwie so aus. Passend dazu hat den Bauherren eine brutale Erkältung erwischt. Seit drei Tagen pflege ich ihn mit frisch gekochtem Pfefferminztee, der mit Löwenzahnhonig gesüßt ist. Er behauptet, dass es hilft.

Erkenntnis: Selbst die scheinbar unerschöpflichen Pfefferminzbestände des Kräuterbeets, die ich wegen ihres ungestümen Wucherns bereits mehrfach bis ins dritte Glied verflucht habe, sind keineswegs unendlich.

Und für heute Abend habe ich eine Hühnersuppe angesetzt. Eine richtige Hühnersuppe ohne Tüte natürlich, und dafür mit einem richtigen Huhn. Vom Biohof. Wollen wir doch mal sehen, ob das den Viren nicht den Garaus macht! Grrrr!

Ich habe die Suppe allerdings etwas asiatisch gewürzt, zumal gerade Ingwer ja in diesem Zusammenhang recht nützlich erscheint. Eigentlich mag ich Ingwer. Was mich an ihm allerdings massiv stört, ist, dass auch Schuhbeck ihn mag. Was soll’s – der Ingwer kann ja nix dafür.

Und das Huhn kann am Ende auch nichts dafür, dass es mich ausgekocht an den Hintern von Miley Cyrus bei ihrem VMA-Auftritt erinnert hat. Und das, obwohl es keinen fleischfarbenen Latex-Slip trug. Ob die Zunge raus hing, weiß ich nicht. Es hatte beim Kauf schon keinen Kopf mehr.

Am Ende sah das richtig gut aus. Und es schmeckte sagenhaft. Nicht wirklich wie Omas Hühnersuppe, aber irgendwie deutlich besser. Man mag es nicht glauben. Und Herbst und Winter laufen sich ja erst noch warm. Und „unser“ Biohof hat ja immer mal wieder frische Suppenhühner. Bei einem fetteren bleibt dann auch noch Fleisch für ein Frikassée übrig.