Das war mal wieder ein recht anstrengender Tag heute. Wir haben den kompletten Würfel verkalkputzt, alle noch nicht grundierten Stellen des Hauses grundiert und anschließend noch den oberen Teil des Treppenhauses und den Luftraum verputzt. Dazu kommt die Abkleberei, die ziemlich viel Zeit gekostet hat. Rückblickend betrachtet sind wir heute ein recht gutes Stück weiter gekommen.
Insgesamt haben wir mehr als einen Sack des guten „Kreidezeit“-Kalkputzes verstrichen und verrollt. Der Putz, dessen Herstellername einen der Lubors zu einem genialen Witz hinriß: „Der Putz ist aber schon älter, oder?“ Mein völlig verständnisloser Gesichtausdruck machte ihn dann schließlich zum Witzeerklärer: Kreidezeit halt… Hammer!
Morgen – nach Abtrocknen des Putzes im Würfel – werden wir diesen mit den im ganzen Haus verteilten Kisten und Möbeln füllen. Dann soll noch die heute grundierte Decke des OG-Bades fertiggestellt werden. Falls wir dann noch Kraft und Zeit haben, werden wir entscheiden, was noch gemacht werden kann.
Unsere Testläufe in Bezug auf alkoholfreies Bier wurden heute mit „Jever Fun“ fortgesetzt. Eine echte Offenbarung nach „Krombacher“ und „Oettinger alkoholfrei“. Nicht übel waren „Bitburger Drive“ und das „Flensburger alkoholfrei“, das wir beim Bauherren-Umzug getestet hatten. Der Bauherr mag zwar das „Oettinger“, aber ich finde es eher enttäuschend. Auf den Kauf von „Clausthaler“ haben wir gleich verzichtet, da wir der einhelligen Meinung sind, dass man das ja nun absolut nicht trinken kann. Warum gibt es eigentlich das geniale „Issumer“ – alkoholfreies Altbier – aus meiner Kneipenzeit nicht mehr im Handel? Oder shoppen wir einfach in den falschen Läden?
Wie auch immer – ich muss jetzt baden. Diese Kalkflecke überall machen mich noch wahnsinnig. Morgen gibt es dann auch Fotos der Arbeiten von heute. Noch nasse Wände zu fotografieren macht nicht wirklich Sinn. Sieht alles so schmuddelig aus. Fast so schmuddelig wie ich gerade. 

… One of these days,
One of these days,
And it won’t be long, it won’t be long“
– Neil Young

Eigentlich wollten wir heute damit beginnen, den Würfel mit des Bauherrn Hausrat vollzustopfen, aber irgendwie kam es dann doch anders. Anders heißt in diesem Fall deutlich weniger arbeitsreich.
Der Bauherr traf erst recht spät von der Arbeit ein und so ging es nach einem Kaffee mit noch etwas mehr Verspätung zum Haus. Dort mussten natürlich erst einmal ausgiebig die Fortschritte der heutigen Arbeiten inspiziert werden.
Das kleine Bad ist fertig gefliest und verfugt und eigentlich schöner als wir erhofft hatten. Eingangsbereich und Garderobe sind ebenfalls verfugt und „besockelleistet“. Die dunkelgrauen Fliesen passen hervorragend zur roten Haustür und zum Parkett. Im großen OG-Bad sind die Arbeiten ebenfalls weiter gegangen. Bis auf die hohe Wand ist alles verfugt. Wenn jetzt die Badewanne da wäre, würde das natürlich helfen. Ist aber leider nicht so. Und so prangt halt immer noch eine große Fliesenlücke an der kurzen Wand. Man kann sich aber schon gut vorstellen, wie es einmal aussehen wird.
Alle Arbeiten von heute sind im „Fliesen“-Ordner dokumentiert.
Nach der Besichtigungstour ging es an die Planung unserer Arbeiten des Wochenendes. Wir entschieden, dass wir auf alle Fälle das frischverlegte Parkett im Würfel vor Kratzern und ähnlichem schützen müssen, bevor irgendeine Kiste dort abgestellt wird. Also fuhren wir zu OBI, um etwas Passendes zu erwerben. Wir fanden ein Vlies, das von unten leicht gummiert ist, und das man in ein Meter breiten Bahnen ausrollen kann. Perfekt!
Als wir endlich – nach einem weiteren Zwischenstopp zum Erwerb von Lebensmitteln – mit unserer Beute im Haus eintrafen, wurde es bereits ziemlich düster. Anders formuliert: Das einzige, das wir noch unternahmen, war die Verlegung des Vlies‘ und ein anschließendes Picknick auf unserer imaginären Terrasse.
Alle anstrengenden Arbeiten wurden kurzerhand auf morgen vertagt. Wenn das OG ausgeräumt ist, werden wir auch kalkputztechnisch noch Hand an den Luftraum und das Treppenhaus legen und möglicherweise in der Garderobe weitermachen. Die Küche zu verputzen wird wohl nicht viel bringen, da dort die Parkettkisten gelagert sind und beim Abschleifen des Wohnbereichs vor dem Verlegen des Parketts alles wieder zustauben würde.
Was noch machbar wäre, wäre die Grundierung der Decke im oberen Bad. Wir werden sehen, wie weit wir kommen bzw. wieviel Zeit die einzelnen Arbeiten in Anspruch nehmen werden und dann spontan entscheiden, was wir am Wochenende erledigen können. Für nächste Woche sind ja eigentlich außer der Badewanne auch die Innentüren angekündigt. Es sollte also jetzt schon zügig weitergehen. Noch einen Tag wie heute können wir uns nicht leisten.
Für den Küchenankunftstag – 25. Mai – habe ich mir heute Urlaub genommen. Das lasse ich mir auf keinen Fall entgehen. Ich erwäge, eine Blaskapelle zu organisieren, die den Einzug der Spülmaschine musikalisch begleiten wird. Ob ein „Roter Teppich“ übertrieben wäre? Oder Cheerleaders? Auch wenn es eigentlich unglaublich ist: Das ist meine erste Spülmaschine! Und ich werde sie persönlich auf ihren Platz begleiten und nach dem Einbau wahrscheinlich stundenlang „herzen und kosen“. Wahrscheinlich genau so lange, bis der Bauherr mich Richtung Herd zerrt, weil er Hunger hat.

Traumhaftes Wetter heute! Bestens geeignet, um nach der Arbeit auf dem Weg zum Haus an jeder geeigneten und ungeeigneten Stelle rechts ranzufahren, um die gerade in voller Blüte stehenden Rapsfelder ins Visier bzw. auf die Speicherkarte zu nehmen. Herrlich!
Gutgelaunt traf ich im Haus ein – und ich wurde nicht enttäuscht. Der Parkettboden im Würfel liegt. Und er liegt gut. Fotos gibt es in „Parkett“. Ab morgen können wir also Möbel und Kisten dort hinein räumen, damit der Rest des Hauses ebenfalls ‚parkettiert‘ werden kann.
Die Lubors waren noch bei der Arbeit. Sie waren gerade dabei, das kleine Bad zu verfugen, in dem jetzt die Fliesen komplett verlegt sind. Morgen wäre damit der zweite Raum – nach dem HWR – komplett fertig. Es muss dann nur noch die für Ende nächster Woche versprochene Keramik eintreffen, montiert und angeschlossen werden.
Die Fliesen im Eingangsbereich sind ebenfalls komplett verlegt und müssen nur noch verfugt werden. Die Garderobe können wir dann also auch verputzen und tapezieren. Im oberen Bad können die Fliesenarbeiten natürlich erst nach Montage der Badewanne beendet werden. Da bleibt es also erstmal noch spannend.
Post trifft mittlerweile auch täglich an der Baustelle ein. Und das, obwohl der bestellte Briefkasten immer noch nicht angekommen ist. Gemäß DHL-Online-Sendungsverfolgung steht das Paket seit vergangenem Freitag auf: „30.04.09 07:17 Zustellung – Die Sendung befindet sich auf dem Weg zur Packstation“. Na, prima! Ich vermute, mein armer Briefkasten umkreist seit Tagen in einem DHL-Lieferwagen mit einem dieser todesmutigen Fahrer am Steuer die Packstation und ängstigt sich mittlerweile schrecklich. Er weiß ja nicht, dass es ihm fahrstilmäßig in einem GLS-Transporter noch deutlich schlechter erginge…
Eine Anfragemail an DHL blieb seit vier Tagen unbeantwortet. Gestern abend war ich dann fast krank vor Sorge und zum äußersten entschlossen, um seine Rettung voranzutreiben. Ich riskierte einen Anruf bei der Hotline. Nach einem unterhaltsamen Plausch mit einer Automatenstimme wurde ich schließlich zu einer „zuständigen Mitarbeiterin“ durchgestellt, die zwar sehr freundlich, aber leider wenig hilfreich war. Sie teilte meine Sorge, fühlte sich aber außerstande, ohne eine schriftliche Nachforschung des Absenders irgend etwas über den Verbleib meines wunderbaren Briefkastens in Erfahrung bringen zu können.
Eine Mail an den Versender wurde dann allerdings sehr flott beantwortet. Man habe die Nachforschung veranlasst. Wenn der Briefkasten bis Ende der Woche nicht bei mir eingetroffen sei, werde man eine Ersatzlieferung veranlassen. Es besteht also noch Hoffnung, dass der Briefträger seine Rechnungen demnächst ordnungsgemäß und stilvoll abliefern kann. Unter der zugigen Bautür kann man ja nun nichts mehr durchschieben.
Beim Verlassen des Hauses entdeckte ich, dass anscheinend bereits gestern die Abdeckungen der Lüftungskanäle an der Fassade montiert worden waren. Auf eine ähnliche Optik hatte ich gehofft, nachdem ich letzthin verfärbte Kunststoffabdeckungen an einem fremden Haus entdeckt hatte. Mit anderen Worten: Die Dinger sehen genauso aus, wie ich sie ausgesucht hätte, wenn ich jemals die Gelegenheit gehabt hätte, sie auszusuchen. Prima!

Heute ist richtig viel passiert. Der Parkettmann war da und hat den Würfel abgeschliffen und grundiert. Morgen wird der Boden verlegt. In der Küche stapeln sich bereits die Holzpakete und die Klebereimer.
Die Raffstores sind montiert und alle ordnungsgemäß in den Rolladenkästen verstaut – bis auf die an der Ecke im Wohnzimmer. Offensichtlich wurden die vergessen. Warum auch immer… Ebenso wurden im Gäste- und Max-Zimmer die Brüstungsgeländer angebracht.
Die Fliesen werden gerade überall verfugt. Die nachbestellten Fliesen werden verlegt. Der HWR ist fertig. Alle Edelstahlschienen sind montiert – bis auf die um das Fenster im kleinen Bad herum. Die sind morgen dran.
Lubor hat sich freundlicherweise auch angeboten, den GK-Abschluss um die Haustür herum zu übernehmen. Ich habe nach der Arbeit nochmal drei Schienen für die Kanten besorgt. Morgen will er das erledigen. Zusätzlich zur Balkenlösung hat er sich Gedanken um den Abschluss des Luftraums gemacht. An den Stellen, an denen der Gipskarton auf den Balken trifft, hat er Holzleisten montiert. Sieht prima aus. Wieder ein Problem weniger.
Das bislang mit Styropor ausgestopfte Fußbodenstück zwischen Estrich und Türschwelle wurde heute ausgegossen, damit es gefliest werden kann.
Der Bauherr hat bei einer Eifel-Westerwald-Tour alle nachbestellten Fliesen eingesammelt. Die Lubors haben sich begeistert darauf gestürzt. Anschließend trafen wir noch die Fugenentscheidung für die Bäder – nach bestem Wissen und Gewissen und in der Hoffnung, dass es am Ende so aussieht, wie wir es uns vorstellen.
Die längst erwartete Badewanne soll nun am Ende der kommenden Woche endlich eintreffen. Vorher kann natürlich das OG-Bad nicht endgültig fertiggestellt werden. Die Lubors wollen vor dem Wochenende fertig sein. Bis Ende nächster Woche sollen die kompletten Fußbodenbeläge verlegt sein. Für den 25.05. haben wir die Küche abgerufen. Wir hoffen, dass wir den Termin halten können.
Es liegt also mal wieder ein arbeitsreiches Wochenende vor uns: Wände müssen verputzt und Möbel hin- und hergeräumt werden. Aber da wir so langsam den Eindruck gewinnen, dass es Richtung Zielgerade geht, spucken wir jetzt nochmal in die Hände und ziehen uns gegenseitig den Sprint an. Windschatten gibt es momentan nicht.

… and I want it painted black“ – Rolling Stones
Nö. Gelogen. Mir ist nur kein passenderer Text zur Haustür eingefallen. Und da sie an einem Dienstag kam, ist es wohl eine Dr.-House-Tür. In rot.
Jedenfalls ist die Haustür genau wie erwartet und gefällt uns sehr gut. Im Haus stehen überall die  Raffstores montagebereit. Ebenso die Geländer für die bodentiefen Fenster im OG. Max‘ Gitter steht bereits außen an der Stelle, an der es montiert werden wird. Zudem wurde im OG die Brüstungsmauer fertig gespachtelt.
Der Küchenboden ist verfugt und sieht toll aus. Die Sockelleisten sind auch bereits angebracht. Im Technikraum wurden die ehemals nicht gefliesten Stücke (wegen der Löcher im Estrich) heute auch gefliest. Da ist der Bodenbelag nun also auch komplett. Im kleinen Bad sind die ersten Edelstahlleisten verbaut worden. Nachdem uns der Preis (ca. EUR 33,- für 250 cm) erst ziemlich abgeschreckt hat, sind wir nun doch froh, uns dafür entschieden zu haben.
Außerdem hat Lubor heute seine geniale Balkenlösung abgeschliffen. Jetzt sieht die ehemalige Problemstelle wirklich perfekt aus.
Alles in allem sind heute nur schöne Dinge erledigt worden. Das war wie Schatzsuche: „Oh! Die Haustür!“„Und die Leiste im Bad!“„Und die Brüstungsmauer ist auch fertig!“ usw. usf.
Morgen geht es dann mit Parkett los und in den Bädern weiter, da der Bauherr die restlichen Fliesen abholen wird. Vermutlich werden dann auch die Raffstores montiert – falls der Elektriker zufällig mal Zeit hat…
Den Würfel haben wir leergeräumt und alle Sachen an Stellen verteilt, an denen noch irgendwie Platz war. Am Wochenende werden wir dann alles wieder zurück räumen müssen, damit es im restlichen Haus mit dem Parkett weitergehen kann.
Jetzt geht es wirklich irgendwie in die Schlussphase und jeden Tag wird das Haus ein bißchen „fertiger“. Und der Einzug rückt immer näher. Die Küche sollte eigentlich in der nächsten Woche kommen, aber den Termin werden wir um eine Woche nach hinten schieben, damit bis dahin die Bodenbeläge fertig und weniger Handwerker im Haus sind. Denn wie sagten die Lubors so schön: „Die machen alles kaputt und hinterher war’s keiner!“
Genauso wahr wie ihre zweite Weisheit: „Das erste Haus baut man für seine Feinde, das zweite für seine Freunde und das dritte für sich selbst.“ Blöd nur, wenn man bereits nach dem ersten zu fertig ist, um auch nur an ein zweites oder drittes Haus zu denken.