Um gleich die Spannung aus diesem Blogpost zu nehmen: Ich lebe noch. Oder besser: Ich lebe wieder. Jedenfalls ansatzweise. Die letzten Tage waren kein Spass. Selten hat mich eine Erkältung – oder was immer das war… – derartig fertig gemacht. Gestern war ich sogar zu schwach zum Umschalten und musste deshalb diesen schwachsinnigen Hunde-Promi-Coach anschauen.
Gut nur, dass ich nach etwa 15 Minuten wieder einschlief. Der gestrigen Geburtstagsfeier, auf die ich mich sehr gefreut hatte, blieb ich fern. Erstens hätte ich sie wahrscheinlich ohnehin nicht überlebt, und zweitens lägen jetzt wahrscheinlich alle Gäste bereits ebenfalls krank darnieder. So wie der Bauherr. Mit dem geht es nämlich ebenfalls seit gestern bergab. Und ich bin schuld…
Woran ich immerhin nicht schuld bin, ist die Krankheit des Mandelbäumchens. Parallel zu meinem körperlichen Verfall begann es plötzlich und unerwartet zu welken. Obwohl es gerade in voller Blüte stand. Tragisch. Recherchen ergaben, dass es sich um eine Pilzerkrankung namens „Monilia“ handelt. Was da so harmlos nach Slipeinlage klingt, sieht am Baum echt mitleiderregend aus: Börks!
Etwa die Hälfte der Krone war innerhalb von drei Tagen vertrocknet, saftlos und tot. Letzte Woche sah das noch anders aus. Was tun? Ich schleppte mich mit der Gartenschere zum Bäumchen und verpasste ihm einen Radikalschnitt (siehe oben). Nach der Blüte wäre er ohnehin gestutzt worden – wenn auch nicht so brutal. Die Vögel werden sich erstaunt sein, wenn sie zur Landung ansetzen und kein Baum mehr da ist.
Im Hintergrund sieht man übrigens die unbebauten Grundstücke unterhalb in voller Löwenzahnblüte. Herrlich! Man will ja nicht arbeitslos werden. Da bisher kein Bauer zum Mähen angerückt ist, wird es wohl auch im Herbst und im kommenden Frühjahr reichlich Unkraut in den Beeten geben. Und die Disteln kommen ja erst noch…
Erfreulich an diesem Wochenende immerhin Totilas‘ Auftritte in Grand Prix und Kür in Hagen, die ich per NDR-Livestream mitverfolgt habe. Wenn dieser Totgesagte wieder so geschmeidig unterwegs ist, sollten der Bauherr, das Mandelbäumchen und ich es wohl auch schaffen.


