
Lief ja nicht so super für Mexiko bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. Exakt vorgestern – also kurz nach dem Backen der Teleras – war es vorbei. Gegen England. Nun denn. Das tat den Brötchen aus dem 90. Synchronbacken von und mit Zorra keinen Abbruch. Die wurden nämlich super. Auch wenn meine Formskills noch etwas Nachhilfe gebrauchen könnten.
Samstags startete ich. Mit Übernachtgare. Mein Skeptizismus gegenüber dem Teig erledigte sich schlagartig über Nacht. Morgens sah er dann aber super aus. Er war im Kühlschrank sehr schön aufgegangen und ließ sich anschließend auch perfekt formen. Und zu diesem Zeitpunkt war Mexiko auch noch im Rennen. Etwas später fragte man sich, warum überhaupt Mannschaften angetreten waren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Telera – bis dahin nie gehört
Mir persönlich sagte der Name der Brötchen rein gar nichts. Bis Zorras Einladung zum Synchronbacken – bzw. das Originalrezept Telera-Brötchen von Isabel Eats – hereinflatterte. Kurze Google-Recherche: „Der Begriff Telera bezeichnet im Spanischen […] ein weiches, flaches Weißbrot (hauptsächlich in Mexiko für Tortas).“ Okay. In der Folge lernte ich, dass Tortas eine Art gefüllte mexikanische Sandwiches sind. Klang sehr verlockend.
Ich verfuhr streng nach Rezept. Trotzdem gelang mir das Formen nicht so recht. Immerhin sah man zumindest ansatzweise nach dem Backen noch die beiden Rillen auf der Oberseite. Das musste erstmal reichen.
Zutaten
- 7 g Trockenhefe
- 315 g warmes Wasser lauwarm
- 12 g Zucker
- 440 g Weizenmehl Type 550
- 5 g feines Salz
- 42 g Honig
- 26 g neutrrales Pflanzenöl hier: Rapsöl
Anleitung
- Hefe, warmes Wasser und Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Abdecken und zehn Minuten beiseite stellen, bis die Hefe aktiviert ist und sich Bläschen oder Schaum an der Oberfläche bilden.
- Die Hefemischung zusammen mit Mehl, Salz, Honig und Öl in die Schüssel einer Küchenmaschine geben. Mit dem Knethaken auf niedriger Stufe verrühren, bis sich die Zutaten verbinden. Danach die Geschwindigkeit auf mittlere Stufe erhöhen und den Teig 8–10 Minuten kneten. Der Teig sollte leicht klebrig und elastisch sein. Falls er zu klebrig ist, um ihn zu verarbeiten, esslöffelweise noch etwas Mehl hinzufügen.
- Den Teig in eine eingefettete Schüssel geben und mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken. An einem warmen Ort für etwa 1 Stunde und 15 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
- Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein grosses Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig nach unten drücken (die Luft herauslassen) und in sechs gleich grosse Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel rollen, dann flach drücken und mit den Händen oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz zu einem Oval von ca. 13 × 8 Zentimetern formen.
- Mit dem Rücken eines Messers, einem dünnen Holzstab, einem Essstäbchen oder einem anderen dünnen, geraden Werkzeug zwei tiefe, vertikale Kerben mit gleichmässigem Abstand auf der Oberseite des Teigs eindrücken. Dabei vorsichtig sein, den Teig nicht komplett durchzuschneiden.
- Die geformten Telera-Brötchen auf das vorbereitete Backblech legen, leicht mit etwas Mehl bestäuben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 45 Minuten bis eine Stunde gehen lassen, bis sie fast das doppelte Volumen erreicht haben.
- Für 16–18 Minuten backen, bis die Oberseite goldbraun und das Brot vollständig durchgebacken ist. Vor dem Servieren 10 Minuten abkühlen lassen.
Belag? Füllung? Egal – Hauptsache, es schmeckt!
Am Ende belegte ich sie – Fotos rechts von unten nach oben – mit zerquetschter Avocado, Salz & Pfeffer, Serrano-Schinken, Käse, Salat, Tomaten. Davon gibt es auch Fotos. Bitte sehr!


Das war außerordentlich wohlschmeckend. Frisch gebacken sind die Teleras außen knackig und innen fluffig. Am nächsten Tag sind sie immer noch schön weich, aber weniger knusprig. Man kann sie dann zum Beispiel per Kontaktgrill oder in der Pfanne nochmal außen aufknuspern. Das sorgt dann auch dafür, dass der Käse innen etwas zerläuft.
Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich diesen Teig angesetzt habe. Der hat definitiv Potential. Ich experimentiere bei Gelegenheit mal mit kleinen Brötchen.
Mehr Teleras?!
Bitte sehr! Hier die Ergebnisse meiner Mitbäckerinnen. Stöbern lohnt sich wie immer.
zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf * Caroline von Linal’s Backhimmel * Simone von zimtkringel * Petra von genusswerke * Britta von Backmaedchen1967 * Laura von Aus Lauras Küche * Friederike von Fliederbaum * Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum * Ilka von Was machst du eigentlich so?! * Nadja von Little Kitchen and more
War wieder mal schön mit euch! Und – wie immer: Danke, liebe Zorra, fürs Organisieren!






