„Ich habe heute leider kein Herz für dich…“

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Von Valentinstag hält hier irgendwie niemand etwas. Lassen wir es also einfach und ignorieren es. Anderswo mag es beherzte Törtchen und herzige Deko geben. Brauchen wir nicht. Weg damit!

Dafür haben wir ein Herz für Amseln. Also ich. Das da oben ist „meine“ Amsel. Zumindest sehe ich das so. Die Amsel denkt wahrscheinlich: „Oh! Da ist ja mein Mensch!“ Die Amsel hat auch eine Frau. Die Frau der Amsel kann aber anscheinend nicht kochen. Wieso sonst sollte meine Amsel ständig an der Meisenfutterstelle rumlungern?!

Und auf meiner Bank. Aber vielleicht denke ich auch nur, dass es meine Bank ist. In Wirklichkeit ist es wahrscheinlich die Bank der Amsel, die ich ab und an mal benutzen darf. Zumindest benimmt sie sich, als ob es ihre Bank sei. Abwischen darf ich sie dann allerdings hinterher…

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Die Amsel hat noch keinen Namen. Bekanntermaßen neige ich ja dazu, allem um mich herum Namen zu geben. Ich muss wohl mal intensiv nachdenken. Vorschläge?!

Und wo wir gerade schwarz sehen: Als ich meine Tarte au citron meringuée aus dem Ofen holen wollte, wo sie eigentlich nur kurz unter dem Grill von oben Farbe bekommen sollte, stellte ich fest, dass zwei Minuten vielleicht doch zu lange waren. Egal. Nach der ganzen Arbeit sage ich mir jetzt einfach, dass ich das genau so wollte. Cross. Crosser als üblich. Schmeckt auch kein bißchen verbrannt. Ehrlich!

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Ich hätte schließlich auch ein Stück von der deutlich helleren Seite fotografieren können. Hab‘ ich aber nicht. Die ist super so. Und dank der herausragenden Zitronen schmeckt sie auch überhaupt nicht sauer, sondern eher total fruchtig. Zu den Zitronen: Nach ausgiebigen Tests hier die Bezugsadresse: Fet a Sóller. Wirklich lecker, schneller Versand – und am Ende auch nicht wesentlich teurer als im Supermarkt. Empfehlenswert.

Fehlt noch das Tarte-Rezept:

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TARTE AU CITRON MERINGUÉE
Zutaten (für eine Tarteform):
…für den Mürbeteig:
125 g Butter auf Zimmertemperatur
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei
250 g Weizenmehl
…für die Zitronenmasse:
2 große (oder 3 kleinere) unbehandelte Zitronen
125 g Puderzucker
200 ml Sahne
5 Eier
… für den Baiserdeckel:
2 frische Eiweiße
1 Prise Salz
80 g Zucker
Zubereitung:
Für den Teig Butter, Puderzucker und Salz mit den Knethaken des Handrührers verkneten. einarbeiten. Mehl zugeben und unterkneten. Teig platt drücken und in Frischhaltefolie für zwei Stunden kalt stellen.
Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in eine gefettete Tarteform (Springform geht auch) legen. Boden und Rand der Form mit dem Teig auslegen und gut andrücken. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Im vorgeheizten Ofen auf der unteren Schiene etwa 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen. Den Ofen auf 140 Grad stellen.
Von zwei Zitronen Schalen mit der Reibe entfernen. Saft von allen Zitronen auspressen – Saftmenge: etwa 150 ml. Zitronensaft, Zucker und Sahne verrühren. Eier verquirlen und mit den Zesten unterheben. Füllung in den Tarteboden gießen, etwa vierzig Minuten abbacken. Herausnehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.
Eiweiße und Salz steif schlagen, Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Eischnee auf der vorgebackenen Creme verteilen und Spitzen formen, indem man diese mit der Rückseite eines Löffels nach oben zieht.
Gaaanz kurz (!) unter den vorgeheizten Backofengrill geben, bis die Spitzen gebräunt sind.
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Apropos „Spitzen“: Gerade macht das letzte Suppenhuhn der Saison seinen Freischwimmer in meinem Kochtopf. Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘!

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Gleich wird es zerlegt. Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst. Die Suppenhühner to be sind allerdings jetzt erstmal mit Eierlegen beschäftigt. Gönnen wir ihnen einen schönen Sommer. Der Bornhof schlachtet ein Jahr später als üblich – also nach zwei Sommern. Und man schmeckt es auch. Bwark!

Zuletzt noch ein Blick auf meine Erbsen. Nach sechs Tagen sieht das so aus:

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Wer schnelle Erfolge mag, ist bei Erbsen richtig. Ich finde das toll. Das ist fast wie ein später Gruß vom zweitbesten Mann (Max, du bist ein Kind. Kein Mann! :D) meines Lebens – meinem Opa Toni. Und an dieser Stelle wird es jetzt doch irgendwie valentinig. Ungewollt. Ich glaube, ich werde ihn immer vermissen.

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