
Und diesmal ging’s ganz flott, mich wieder auf den Weg durch fremde Küchen bzw. fremde Blogs zu machen. Und zwar im Rahmen von Volkers Blogevent Koch‘ mein Rezept. Diesmal geht’s zu Regina und Peter. Bistro Global heißt ihr Blog – und der Name ist Programm.
„So ist für mich die Bistroküche ein Ausdruck von Lebenskunst, das Savoir-Vivre. Rasch zubereitete, leckere Speisen sind meine Sache. Durch Reisen mit meinem Mann quer durch die Welt entdeckte ich Garküchen und Streetfood, die ebenfalls einfaches, schmackhaftes Essen, schnell zubereitet, anboten.
Deshalb der Name: Bistro Global.“ So steht das im „About us“ der beiden auf dem Blog. Und das finde ich einen hervorragenden Ansatz.
„Bistro Global“ als Arbeitstitel in der Rente
Regina und Peter teilen sich die Arbeit an ihrem Gemeinschaftsprojekt: „Bistro Global ist das gemeinschaftliche ‚Projekt in der Rente‘ für mich, Regina und meinen Mann Peter. […] Peter ist für die Fotos, das Design und die Technik rund um unseren Blog zuständig. Ich stelle nun in der Rente nach über 30 Jahren Berufstätigkeit mein Hobby in den Vordergrund und koche für euch und mich rund um den Globus! Die dazugehörigen Reiseerlebnisse werdet ihr ebenfalls lesen können.“
Reisen, kochen, fotografieren – das ist genau mein Ding. Blöd, dass ich das noch ein paar Jahre nur nebenher erledigen kann. Ich beneide euch! Ehrlich!
Die beiden begannen ihr Projekt am Neujahrstag 2021 am Meer. Ihr erstes Rezept war ein Fisch-Krabben-Curry. Bei ihnen für dieses Blogpost fündig zu werden war einfach, gibt es doch wirklich eine tolle Auswahl an internationalen Gerichten. Fast wäre ich bereits bei einem der neuesten Rezepte schwach geworden: Tavë Kosi – eine geschmorte Lammhüfte in Joghurtsauce – albanische Küche vom Feinsten. Aber dann begab ich mich doch weiter auf die Suche. Das Lamm darf demnächst auf alle Fälle trotzdem ran.
Frankfurter Kranz is coming home, it’s coming home…
Irgendwie fand ich es witzig, dass eine Schwäbin einen Frankfurter Kranz verbloggt, wogegen ich – in unmittelbarer Nähge zur hessischen Metropole – noch nie einen gebacken habe. Das Rezept kam gerade recht als Sonntagskuchen. Und Montags- und Dienstagskuchen gleich auch.
Ich hielt mich exakt an das oben verlinkte Rezept und bastelte den Klassiker in Gläschen nach. Dazu einfach den Teig ausstechen und mit der Buttercrème schichten. Was ich nicht kannte, war der Alkohol, mit dem der Rührteig getränkt wurde. Irgendwie hatte ich den bisher nur mit einer dünnen Marmeladeschicht gekannt. Mit Cognac war das allerdings ausgezeichnet.
Kommen wir aber endlich zum Star des Blogposts
Einer der ersten Skreis der Saison brauchte eine große Bühne. Und auf der Suche danach stieß ich auf das folgende Rezept, das absolut perfekt zu meinen geplanten Rote-Bete-Arancini zu passen schien. Und es enttäuschte nicht.
Zutaten
für das Petersilienöl
- 1 Bund Petersilie
- 100 ml Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 1/2 TL Salz
für die Bohnencrème
- 200 g weiße Bohnen aus der Dose
- 100 ml Sahne
- Salz, schwarzer Pfeffer
Anleitung
Erst das Öl…
- Petersilie, Knoblauch, Salz und Olivenöl zusammen aufpürieren.
- Petersilienöl in ein Glas oder ein anderes Gefäß geben.
- Anmerkung: Ich hatte es durchgesiebt – der längeren Haltbarkeit wegen. Und dann von der Petersilie noch etwas auf den Teller gegeben. Das Öl ist herrlich grün.
… dann die Bohnencrème
- Bohnen und Sahne in den (nach der Zubereitung des Petersilienöls nicht ausgespülten) Mixbecher geben und aufpürieren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf den Teller streichen und mit dem Öl beträufeln.
Die Kombination war toll. Cremig, knusprig, der zarte Fisch – heiß angebraten und im Ofen sanft nachziehen gelassen – und das hervorragende Öl. Ein echtes Festessen. Selbst der Bohnenskeptiker im Haushalt war anschließend überzeugt. Danke für das tolle Rezept und für eure Gastfreundschaft!
Koch‘ mein Rezept! – Meine bisherigen Beutezüge
Überfall auf Evchens Küche * Mal wieder in fremden Töpfen gewildert * Vom Wildern zwischen Brot und Rosen * Kladdkaka – schon das Wort! * Von Essen und Urlaub * Liechten… was?! oder: Wildern in Kleinstaaten * Pane Bistecca – allerdings ohne Brot und Steak * Zweierlei Knödelei * Doppelter Beutezug * Gougère, Gnocchi & Plain in Pigna – Wildern in der Schweiz * Churros con Chocolate – Wildern in Berlin * Das süße Leben in der Eifel * Jetzt fahr’n wir über’n See, über’n See, … * Nachgenudelt – mit Sauce, aber ohne Purzelbaum * Wildern im Bayerischen Wald * Zimtfrei auf dem Kartoffelacker * Besuch bei der Queen of Restverwertung * Wildern in der Weihnachtsbäckerei * Manisch auf Rezeptejagd * Keep calm and curry on! * Gewürzspielchen auf der Spielwiese










